Fürst Pückler reduziert sich nicht auf die nach ihm benannte Eissorte

(Krefeld 02. Dezember 2019) Stellen wir uns auf eine winterliche Eiszeit ein. Nachtfrost haben wir bereits in den meisten Regionen unserer 16 Bundesländer. Für Laternen-Parker ein mühseliges morgendliches Geschäft beim Scheiben sauber kratzen. Aber das ist lediglich die kalendarische Überleitung zu Eis in essbarer Konsistenz, das Schleckermäulern auch in der bald beginnenden vierten Jahreszeit zum Nachtisch und sonst wann mundet. Wer kennt es nicht, das Fürst-Pückler-Eis aus den drei Geschmackssorten Schokolade, Vanille, Erdbeere oder Himbeere?!. Benannt ist es nach dem Landschaftsarchitekten, Schriftsteller und Weltreisenden Fürst Hermann Ludwig Heinrich Pückler-Muskau (1785-1871). Was indes – Hand aufs Herz – garantiert weniger bekannt ist, dass der geniale Parkgestalter auf einer Studienreise nach Großbritannien einen Begriff kennenlernte, den er in die deutsche Sprache einführte.

…er führte auch das Wort Sport in die deutsche Sprache ein

Und damit sind wir endlich bei unserem originären Thema. Es handelt sich um das Wort Sport. Pückler selber beschrieb es im Oktober 1828 so, dass es gleichermaßen unübersetzbar sei wie etwa Gentleman. Ohne das jetzt und hier auszuwalzen, gibt es dafür noch etliche Beispiele. Durchaus mit Anleihen aus unserer schönen, vielfältigen und ausdrucksstarken deutschen Sprache, die genau genommen nicht auf den immer stärker um sich greifenden und gedankenlos verwendeten Anglizismus, von Fachbegriffen mal abgesehen, angewiesen wäre. Da wird dann mal schnell aus dem guten alten Zeugwart der Equipment Manager. Bekloppt! Oder etwa nicht?