Dieter Krumm traf Gina Lückenkemper zur "Gesprächseinheit"

(Fürth/Krefeld, 19. Februar 2020) Unverhofft kommt angeblich oft. Das liegt quasi in der Natur der Sache. Schließlich lässt sich nicht erahnen, was einen da bisweilen so alles erwartet. Dieter Krumm (im Bild) vom LAC Quelle Fürth, unser gelegentlicher Gastautor und in der Senioren-Szene bekannt wie der vielzitierte bunte Hund, erlebte gestern zur Mittagszeit eine sehr angenehme Überraschung. Geplant hatte er eine rund 90-minütge Trainingseinheit in der LAC-Sporthalle, vom Kunststoffbelag  her  „Blaues Wunder“ genannt. Schon beim Einparken seines Automobils und dem Weg zum Eingang  staunte er nicht schlecht. Unmittelbar vor der Halle stand ein Jaguar XF Sportbrake, auf dessen Fahrertür in unübersehbar großen Lettern der Schriftzug prangt „Gina Lückenkemper wird unterstützt von ALD Automotive“ (verbreiten auch wir die Werbebotschaft weiter).
Nun war es nicht mehr so schwer vorherzusehen, wer sich im Innenraum befinden würde. Da war sie also, bis dahin mutterseelenalleine im weiten Rund, die sportliche deutsche Ausgabe von „Gina Nazionale“. Mit dem Original ist die inzwischen betagte, 92-jährige einstige italienische Filmdiva Gina Lollobrigida gemeint, die anno dazumal mit ihrer gleichermaßen attraktiven, etwas jüngeren Landsfrau Sophia Loren (85) um die größere Publikumsgunst buhlte.

Ein 100 Meter langer Laufsteg für „unsere“ Gina

Attraktiv ist „unsere“ Gina auch, dazu eben noch sehr schnell auf den Beinen. Dabei ist ihr Laufsteg in den Stadien dieser Leichtathletik-Welt vorwiegend die 100-Meter-Gerade mit einer persönlichen Bestzeit von 10,95 Sekunden. Möglichst in diese Bereiche möchte sich die 23-jährige Studentin der Wirtschaftspsychologie im Olympiajahr wieder bewegen. Bevorzugt zum saisonalen Höhepunkt in Tokio. Deshalb trainiert sie eifrig, war im letzten Quartal 2019 für einige Wochen in Florida und ist derzeit bei ihrem Freund in Bamberg. Daher absolviert sie wegen der geografischen Nähe ihre schnellkräftigen Laufeinheiten in der Quelle-Halle und die Kraftarbeit bei ihrem eigenen Ausrüstungssponsor ADIDAS im lediglich 13 Kilometer von Fürth entfernten Herzogenaurauch, dem Stammsitz des Unternehmens.

Generationenübergreifend auf einer Wellenlänge

All‘ das erfuhr der 67-jährige Wahl-Franke, im Gemeinschaftswerk mit Ehefrau Ingeborg Vater einer 39-jährigen Tochter und doppelter Opapa, während seiner „kommunikativen“ Trainingseinheit beim zufälligen Treffen mit der kessen, für den SCC Berlin startenden Blondine im rund halbstündigen Gespräch. Auch noch, dass sie im Hinblick auf eine zielorientierte Olympiavorbereitung die Hallensaison sausen lässt und demzufolge am Wochenende bei der DM der Männer/Frauen in Leipzig nicht in die Blöcke gehen wird. Unsere Leser lässt Dieter noch wissen: Gina Lückenkemper ist ein offener, herzlicher Mensch. Mit ihr lag ich schnell auf einer Wellenlänge. Es hat richtig Spaß gemacht, sich mit ihr so angeregt zu unterhalten.“ Für ein paar Fotos für das heimische Poesie-Album stand sie ebenfalls zur Verfügung. Eines davon ist in einer Ausschnitt-Vergrößerung zu sehen.
Dieter sei Dank dafür und die Lieferung des (hoffentlich unterhaltsamen) Lesestoffs für unsere Besucher!

Zehnkampf-Olympiasieger Willi Holdorf wurde gestern Achtzig

(Achterwehr bei Kiel/Krefeld, 18. Februar 2020) Knapp daneben ist leider auch vorbei. Eine Laudatio zu einem runden Geburtstag wird gemeinhin vor, zeitgleich, aber keinesfalls nach dem Ereignis veröffentlicht. Faseln wir nicht um den heißen Brei herum: Das haben wir beim ersten und streng genommen bislang einzigen deutschen Olympiasieger im Zehnkampf (Christian Schenk startet 1988 für die ehemalige DDR) schlichtweg verpasst. Willi Holdorf (*17.02.1940) vollendete gestern auf hoher See sein 80. Lebensjahr. Der damalige Wahl-Leverkusener gewann 1964 bei den Olympischen Spielen im japanischen Tokio in einem denkwürdigen Zwei-Tage-Werk der „Könige der Athleten“ völlig ausgepumpt nach dem abschließenden 1.500-Meter-Lauf die Goldmedaille. Es sollte mit gerade mal 24 Jahren sein letzter Zehnkampf gewesen sein.

Rückkehr nach 56 Jahren an den Ort des Triumphes?
 
Die Geschichte will es so, dass in diesem Jahre die Sommerspiele wieder in Tokio sein werden. Das ist biologisch gesehen längst nicht jedem beschieden, 56 Jahre später zum selben Anlass an den Ort des größten sportlichen Triumphs zurückkehren zu können. Das möchte er allzu gerne, der Willi, und dabei live Weltmeister Andreas Kaul vom USC Mainz die Daumen drücken. Dies sollte doch als Ehrengast des Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) möglich sein. Zumal der gerade erst einen Kooperationsvertrag mit der größten japanischen Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) geschlossen hat.
Wenn alle Stricke reißen, kann der DLV ja not- und nötigenfalls nach Losentscheid einen seiner vielen restlos überflüssigen Frühstücksdirektoren aus dem aufgeblähten Begleittross daheim lassen. Oder vielleicht per Bestimmung doch den präsidialen Statement-Brabbeler Jürgen Kessing. Der kann dann ungehindert seine Pflichten als Oberbürgermeister von Bietigheim-Bissingen wahrnehmen. Das wäre mal eine in doppelter Hinsicht sinnvolle Maßnahme.
Mehr aus dem prall gefüllten Leben des Jubilars in einer großen, bebilderten Hommage vom NDR und bei den Alleswissern von Wikipedia.

NDM/oBBM: Aküfi-Titelkämpfe als "Durchlauferhitzer" & der Normenjagd

Kolumne

Moment mal

(Berlin/Krefeld, 17. Februar 2020)
Ganz der nahen politischen Landschaft angepasst, grassiert in der Bundeshauptstadt auch in der Leichtathletik der mittlerweile eigentlich längst verpönte, da ausgesprochen unhöfliche Aküfi (= Abkürzungsfimmel). Denn beileibe nicht jede/r weiß ihn zu deuten und über eingeführte, landläufig bekannte Kürzel hinaus der Entsprechung zu übersetzen. Beim Berliner Leichtathletik-Verband (BLV) heißt es für die gestrigen Titelkämpfe der Ü30-Generation im dortigen Sportforum in allen Dokumenten dazu „NDM und oBBM Halle Senioren“. Gemeint waren – so ich nicht irre – die Norddeutschen Meisterschaften und offenen Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften.
Wenigstens der Termin, außer der Hallen-Belegungsplan habe es nicht anders zugelassen, war zum Meldeschlus
s-Datum (16.Februar) der Senioren-Hallen-DM mit Winterwurf vom 28.Februar bis 01.März 2020 in Erfurt prima gewählt. Entweder als „Durchlauferhitzer“ für die Etablierten oder für bisher vergebliche Normenjäger, sie womöglich auf der allerletzten Rille noch zu erfüllen.

Wo kein Sinn drin ist, lässt sich auch keiner finden

Ansonsten waren die Mechanismen wie überall in der Republik, seitdem Anfang des Jahres flächendeckend das Zeitalter des österreichischen Software-Dienstleisters SELTEC aus Bad Vöslau Einzug gehalten hat. Wenngleich es keinerlei erzieherischen Wert hat, wie auch meine Antwort-Mail auf Intervention von deren Deutschland-Beauftragten Dirk Wagner aus Frankfurt, weigere ich mich stand- und boshaft, diesen feuchten Humus einer Ergebnisliste auf Erwähnenswertes zu durchwühlen. Diese krude Reihenfolge mit M30, 35, W30, 35, M40, 45, W40, 45, M50, 55 und so weiter konnte mir nicht mal Wagner einigermaßen plausibel erklären. Wie denn auch? Wo kein Sinn drin ist, lässt sich auch keiner finden! Das ist Elektronische Daten-Verarbeitung (EDV) zu Fuß. Warum nicht gleich IBM (= Immer, Besser, Manuell)?! Da ließe sich wenigstens Einfluss nehmen.

„Streitbarer“ Daniele Biffi war nicht am Start

Lediglich in zwei Altersklassen (M45 und 55) habe ich etwas näher hingeschaut. Doch der italienisch-stämmige Sprinter und Trainer Daniele Biffi (*1972) von TopFit Berlin, der nicht nur die Muskeln zweckgebunden spielen lässt, sondern auch ein Verfahren gegen den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) zum EU-Ausländerstartrecht anstrengte (Entscheidung in Kürze), war nicht am Start. Die Gründe sind uns nicht bekannt. Mit dem Coaching seines prominenten Schützlings Roland Gröger (*1964) wird er nicht überfordert gewesen sein. Dessen 400-m-Zeit von 57,29 Sekunden mit für seine überragenden Möglichkeiten knappem Erfolg in der M55 vermittelten eher den Eindruck „aus dem vollen Training“.  
Mit diesem Link und einem weiteren Mausklick in der Dachleiste 2020 rechts unten geht es von der Aufmachung her, nicht vom Inhalt, zum Objekt der Schande.

Dirk Nowitzki mit dem Sport-Oscar fürs Lebenswerk ausgezeichnet

(Berlin/Krefeld, 18. Februar 2020) Schauen wir von unserem Mikrokosmos über den Tellerrand hinaus, wobei Leichtathleten auch darin vorkommen. Ein derartiges Groß-Aufgebot an Weltstars des Sports von einst und jetzt hat die um Glanz und Glamour beileibe nicht verlegene Bundeshauptstadt höchstwahrscheinlich auch noch nicht erlebt. Bei der Verleihung des 20. „Laureus World Sports Awards“, dem so genannten Sport-Oscar, gestern Abend in der Berliner Verti-Music-Hall befanden sich unter der illustren Gästeschar nahezu ausnahmslos Olympiasieger, aktuelle sowie frühere Weltmeister und Weltrekordler. Der Veranstalter ließ sich auch bei den Moderatoren, Laudatoren, darunter die ehemalige Stabhochsprung-Diva Jelena Isinbajewa, und Kommentatoren nicht lumpen, war dem Ereignis angemessen klotzen statt kleckern angesagt.

Moderator Hugh Grant rüffelte seinen Landsmann Daley Thompson

Die Eröffnung war mit launigen, humorvollen Worten dem englischen Schauspieler und „ewigen Sonnyboy“ Hugh Grant in seiner Muttersprache vorbehalten. Beim Schwenk durch das elegant gewandete internationale Publikum der vom RBB zeitversetzt im Fernsehen übertragenen Veranstaltung meinte er zu Ex-Zehnkämpfer Daley Thomson, frei übersetzt: „Der Kerl kommt doch tatsächlich im T-Shirt“. Benehmen Glückssache. Den Rüpel hat er mit 61 Jahren immer noch nicht vollends abgelegt, der Mann von der Brexit-Insel. Dass der so überhaupt den Roten Teppich und die Einlass-Kontrolle passieren konnte?

Vier Deutsche Mitglieder in der Lareus-Academy
 
Um nur einige via TV dagegen im feinen Zwirn entdeckte wie Michael Johnson, Edwin Moses (beide Leichtathletik), Wladimir Klitschko (Boxen), Mark Spitz (Schwimmen),  „Ironman“ Jan Frodeno (Triathlon) und Boris Becker (Tennis) bewiesen da ungleich mehr Stil. Was allerdings bei dem Kontrastprogramm keine so schwere Nummer war. Der dreimalige Wimbledon-Sieger, dazu mit seinerzeit 17 Lenzen immer noch der jüngste der Historie, ist zudem neben Kati Witt, Maria Höfl-Riesch und Franz Beckenbauer eines von vier deutschen Mitgliedern der Laureus-Academy, die mit ihren Stimmen aus einer Nominierten-Liste die Besten der Besten auserwählt.

Novum zum Jubiläum: Mit Hamilton und Messi zwei Sieger bei den Männern

Ein Novum gab es beim 20-jährigen Jubiläum bei den Weltsportlern 2019 der Männer. Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton (Großbritannien; Mercedes Benz) und Elite-Kicker Lionel Messi (Argentinien; FC Barcelona) erhielten exakt dieselbe Anzahl an Stimmen, bekamen beide die ausgesprochen dekorativ designete Trophäe. Hamilton nahm sie persönlich von Fußball-Manager Arsene Wenger in Empfang, derweil grüßte Messi von irgendwo her mit einer Video-Botschaft.  
Höchst erfreulich, dass in den elf verschiedenen Kategorien auch zwei Deutsche ausgezeichnet worden sind. Der ehemalige NBA-Basketball-Star Dirk Nowitzki  (spielte 21 Jahre auf Top-Niveau bei den Dallas Mavericks) bekam von „Dr. Eisenfaust“ Wladimir Klitschko den Preis für seine Lebenswerk überreicht, und die im November 2018 schwer verunglückte 19-jährige Formel-3-Rennfahrerin Sophia Flörsch wurde für das Comeback des Jahres gekürt.
Mehr von der Gala unter diesem Link und über die Laureus-Stiftung.

Einige Tipps sich vor einem drohenden Erkältungsinfekt zu schützen

(Krefeld, 16. Februar 2020) Einmal über den gefährlichen, sich über China aus- und über den Globus verbreitenden Coronavirus mit dem gestern gemeldeten ersten Todesfall in Europa (allerdings handelte es sich um einen in Frankreich verstorbenen chinesischen Touristen) hinausgesehen, schwappt momentan auch die zweite winterliche Grippewelle über unser Land. Wer ihn schon hat, den Infekt, der ist verratzt. Da heißt die uralte, ein wenig flapsige Binsenweisheit, dass die Erkältungskrankheit in aller Regel sieben Tage oder eine Woche dauert. Aber besser als heilen ist es allemal vorzubeugen. Und in dieser Hinsicht lässt sich zur Stärkung des Immunsystems in einem Maßnahmenpaket einiges tun.

Sieben Punkte die Abwehr auf Trab zu bringen

 Dazu in Schlaglichtern sieben Punkte, wie die Abwehr auf Trab gebracht wird: Ausreichend Schlaf von sechs bis acht Stunden pro Nacht; körperliche Aktivität an frischer Luft mit Walking, Joggen oder Radfahren; ausreichend Trinken (Wasser oder Tees); eine ballaststoffreiche Ernährung zur Aktivierung der Darmflora; häufiges, gründliches Händewaschen; gute, persönliche soziale Kontakte mit Freunden und Bekannten; zwischendurch Nischen zum Entspannen und Runterkommen einfließen lassen.
Wer’s verträgt und es mag, für den sind Saunagänge ein weiteres probates Mittel eines Anti-Effekts. Das senkt zudem (vorübergehend) den Blutdruck. Vorsicht ist allerdings bei jenen geboten, die eher niedertourig unterwegs sind. Da besteht die latente Gefahr eines Kreislaufkollopases.   

Alle Infos und Fakten aus der ApothekenUmschau

Für manche leichter gesagt als getan, wäre ein – wenigstens in dieser Phase mit hohem Ansteckungspotential – Verzicht auf Giftstoffe wie Nikotin und Alkohol. Das sollte allerdings im Idealfall unter engagierten, ambitionierten Sportlern mit der Teilnahme an Wettkämpfen erst gar keine Rolle spielen. (Alle Informationen und Fakten aus der ApothekenUmschau, das mit 9,25 Millionen Exemplaren auflagenstärkste monatliche Gesundheitsmagazin in Deutschland, das rund 22 Millionen Leser erreicht; von wegen „Rentner-Bravo“.)