Bergpredigt von Kaschke in salbungsvollem, pastoralen Wortgeklingel

Kommentar

Nebenbei bemerkt

(Lausanne/Madeira/Krefeld, 28. November 2020)
Mit einem bedeutungsschwangeren, großformatigen Foto macht der kontinentale Dachverband European Masters Athletics (EMA) mit Briefkasten-Adresse Lausanne/CH den Beitrag in nicht minder staatstragender Überschrift „The Future of Masters Athletics in Europe“ (Die Zukunft der Senioren-Leichtathletik in Europa) auf. Die eingeblockte Bildunterschrift des „göttlichen“ Aphorismen-Dreschers Alfred Hermes („Nur die Möwe kennt den Weg“ und ähnlicher Nonsens auf seiner eigenen Netzseite) diesmal als EMA-Kommunikationsbeauftragter kommt übersetzt so daher: „Auf dem Weg zu einem Gipfel auf Madeira mit der Vorfreude auf eine schöne Aussicht. Symbolisch für den beschwerlichen, aber spannenden Weg in die Zukunft der Mastersathletik in der Coronakrise.“ Au weia! Welch ein Widersinn von hinten durch die Brust ins Auge.

Jede Menge Kokolores abgesondert

Danach kommt in einem salbungsvollen, pastoralen Epilog in entarteter Kunst – um im Bilde zu bleiben – einer Bergpredigt der gescheiterte präsidiale Krisenmanager Kurt Horst „Kuddel“ Kaschke mit Wahlheimat Assafora in Portugal  zu Wort. Da wird jede Menge leeres Stroh gedroschen, auf das wir nicht weiter eingehen, falsche Formulierungen benutzt, eine Unwahrheit verbreitet und Wunschdenken geäußert: Zu 3) Er wartet noch ab, ob es im Juli 2021 im finnischen Tampere Europa- oder Weltmeisterschaften der Ü35-Generation werden. Die Messe ist längst gelesen. Wie LAMPIS bereits am 08.September 2020 aufgrund einer Insider-Information berichtete, wird es, wenn überhaupt, einzig und allein die Senioren-WM vom 02. bis 10.Juli 2021 sein. Dies wurde offiziell von WMA-Präsidentin Margit Jungmann aus Rehlingen auf der Netzseite der World Masters Athletics (WMA) in einer Bekanntmachung vom 07.Oktober 2020 bestätigt. Mit dem vernünftigen, um- und weitsichtigen Zusatz, dass die weitere pandemische Entwicklung abzuwarten sei und zusammen mit dem Lokalen Organisationskomitee (LOC) am 15.Januar 2021 eine endgültige Entscheidung getroffen wird. Bis dahin sollten alle persönlichen organisatorischen Vorbereitungen von Startinteressenten zurückgestellt werden. So geht Krisenmanagement, Herr Kaschke!

Als unzureichender Ersatz noch ein überflüssiges Kunstobjekt geplant

Zu 4) Geht es nach diesem Traumfänger, möchte er vom 24.März bis 28.März 2021 in Braga auf dem portugiesischen Festland für die dort im März 2020 ausgefallene Hallen-und Winterwurf-Europameisterschaften mit einer isolierten Winterwurf-EM und einiger Laufwettbewerbe ein neues sinnfreies Kunstobjekt aus der Taufe heben. Schlussendlich ein internationaler Werfertag mit Rahmenprogramm. Mehr nicht. Nach der Trail-EM mit läppischen 31 Teilnehmern und nahezu ausnahmslos Medaillengewinnern (siehe Verlinkung) also noch eine überflüssige Neuheit, die erst recht jetzt kein Mensch braucht. Sportlicher Großtourismus ist bei dem momentanen Horror-Szenario ringsum auf dem alten Kontinent bei überproportional steigenden Infektionszahlen und nicht zu erwartender Besserung während der Winterzeit auch nach der bangen Voraussicht aller Gesundheitsexperten nun wahrlich nicht angezeigt.
Kuddel-Muddel" ließ sich freilich noch ein Hintertürchen offen, indem es außer seinen Lippenbekenntnissen weder einen offiziellen Hinweis, noch ein Ausschreibung dieses „epochalen Ereignisses“ auf dem Internetportal der EMA gibt.

EMA-Präsidium in Auflösung, Amtsperiode von Kaschke endet
 
Kaschke könnte also mit der immerhin von ihm erwähnten und spätestens 2021 fälligen Generalversammlung gehörig in Zugzwang geraten. Dabei stehen nämlich Wahlen des gesamten Präsidiums an, wobei er selber satzungsgemäß nach zwei vierjährigen Amtsperioden (die erste hat er mit Taschenspielertricks auf fünf Jahre hinausgezögert) erfreulicherweise nicht wieder kandidieren kann (es sei denn, er macht irgendwie den Putin). Geflissentlich für sich behalten hat er, dass sich seine Führungscrew auf Madeira praktisch aufgelöst haben und er auf der Suche nach geeignetem Ersatz auf taube Ohren gestoßen sein soll. Und da er schon kein gemachtes Bett hinterlässt, wäre es dringend und zwingend geboten, für sich und die vier weiteren Würden-/Bürdenträger nominelle Nachfolger zu finden. Das ist geübter, überlieferter Brauch, ein „Schattenkabinett“ buchstäblich auf die Beine zu stellen. Aber was heißt das schon bei Kaschke?! Flasche leer, würde Trainer-Legende Giovanni Trapattoni sagen.

Pressespiegel auf Portugiesisch: Genial einfach, einfach genial

Und noch ein letztes Gedicht: Auf genanntem digitalen Selbstbeweihräucherungsorgan erscheint ein Pressespiegel (nach unten scrollen, viel Leerraum) der beiden Europameisterschaften auf Madeira in portugiesischer Sprache. Sehr originell, kann sowieso kaum einer bei eh bescheidenen Zugriffszahlen verstehen! Da wird garantiert gelobhudelt, dass die Schwarte krachte und die von uns in Bilddokumenten unstrittig nachgewiesenen massenhaften Verletzungen der AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) wohlweislich unter die Redaktionstische gekehrt.