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Fernseh-Erlebnis EM: Immer schön tapfer bleiben! |
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Geschreven door Axel Hermanns
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(Krefeld, 27. Juli 2010) Liebe Sportfreunde der gepflegten Leichtathletik, also von Stoß und Wurf, ihr müsst ganz tapfer sein! Ab heute flimmern die Bilder und Kommentare von den Europameisterschaften der Männer und Frauen im Olympiastadion von Barcelona (Spanien) über die Fernsehschirme. Da werden wir wieder mit dem – meist - nicht vorhandenen Fachwissen der Reporter gequält. Ganz grausam die Herren Scholt/ARD, Poschmann/ZDF und Franke/Eurosport, obwohl allesamt ehemalige Leichtathleten. Freilich in artfremden Disziplinen wie Hürdensprint und Langstrecke. Wenigstens nett anzuhören das Frotzel-Duo Sigi Heinrich/Dirk Thiele von Eurosport. Darum immer schön den Daumen auf die Back-Taste, um zwischen Öffentlich-Rechtlichen und Spartensender hin- und her zu schalten. Besonders geeignet ist dazu der Moment, wo der einfältige Interviewer von ARD oder ZDF in der so genannten Mixed-Zone den noch nach Luft ringenden Athleten die beliebte ultimative Frage stellt (kein Scherz!): Haben Sie sich speziell auf diese Titelkämpfe vorbereitet? Fiktive Antwort des sichtlich und hörbar entrüsteten Kugelstoßers Ralf Bartels (Bild) nach gerade locker als Zweitbester überstandener Qualifikation: „Natürlich nicht! Was denken Sie eigentlich? Schließlich gilt mein Hauptaugenmerk den nächsten Olympischen Spielen, die ja schon in zwei Jahren in London anstehen. Jetzt genehmige ich mir erst mal sieben T-Borne-Steaks und fünf Portionen Pommes rot-weiß. Danach nehme ich ´ne Mütze Schlaf von etwa zwei Stunden. Anschließend mache ich vor dem Finale heute Abend noch eine moderate Krafteinheit. Dazu hat mir mein Trainer Gerald Bergmann ein kleines 25-Tonnen-Programm ausgearbeitet.“ Zum Auftakt wurden wir zur frühen Morgenstunde (Start 8 Uhr) bereits mit dem mega-spannenden 20 Kilometer Gehen verwöhnt. Das ist jene Disziplin, bei der nicht nur Orthopäden vor blankem Entsetzen Hände und Arme über den Kopf zusammen schlagen. Doch es kommen garantiert viel schlimmere Momente: Wenn sie uns während des Diskuswurf-Finales der Männer die siebte Zeitlupen-Wiederholung der letzten 150 Meter im sechsten 800-m-Vorlauf der Frauen zeigen. Also, wie schon eingangs erwähnt, immer schön tapfer bleiben! Denn nur die Harten kommen später in den Garten Eden.
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