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(Redaktion Krefeld, 25. August 2010) Wer hat’s erfunden? Nicht die Finnen (Sauna), nicht die Schweizer (Ricola) – die Amerikaner waren es. Daher auch der Name Amerikanischer Gewichtwurf. Obwohl erfunden eine charmante, eher schamlose Übertreibung ist. Geklaut wäre der treffendere Ausdruck. Nämlich beim Rasenkraftsport. Man mache die Kette kürzer und die Kugel schwerer – und geboren ist besagter… Na, ihr wisst schon. Da sage noch einer, die Asiaten sind die ungekrönten Weltmeister im Abkupfern. Soweit die Historie. Nun wird keiner ernsthaft bestreiten wollen, dass der Gewichtwurf, ob nun amerikanisch oder deutsch, ein Abziehbild des Hammerwurfes ist. Was lehrt uns das? Obgleich es pro Disziplin nur 20 Prozent sein sollten, besteht der Werfer-Fünfkampf zu 40 Prozent aus Hammerwurf. Theoretisch zumindest. Es geht allerdings noch etwas genauer. Aufgemacht an den elf Siegerleistungen der Klassen M 30 bis 80 bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften im Werfer-Fünfkampf am vergangenen Wochenende in Bogen waren es sogar 42,07 Prozent. In Punkten ausgedrückt: Von den insgesamt angehäuften 42.650 Zählern entfielen 8.811 (20,66 %) auf den Hammer- und 9.132 (21,07 %) auf den Gewichtwurf. Noch krasser stellt sich das Verhältnis bei sehr starken bis herausragenden Hammerwerfern dar. Hermann Albrecht (M 75) holte gar 49,15 Prozent seiner Punkte in seinen beiden Parade-Disziplinen, Klaus Kynast (M 60) immerhin noch 47,75 Prozent. Vergröbert ausgedrückt: Die halbe Miete. Ohne jetzt der neuen Bewertung nach Bernd Rehpenning zu nahe treten zu wollen, wird der Kugelstoß offenbar gut bezahlt. Bei linear eher durchwachsenen Leistungen entfielen darauf mit 9.227 (21,63 %) die meisten Punkte. Die wenigsten mit 6.993 (16,40 %), und das ist keine wirkliche Überraschung, auf den Speerwurf (bekennende Speerwerfer verirren sich selten in den Werfer-Fünfkampf). Die goldene Mitte hat der Diskuswurf mit 8.487 inne und kommt den ausgewogenen 20 Prozent mit 19,90 am nächsten. Fünfmal wurde die 1.000-Punkte-Schallmauer durchbrochen. Natürlich, ist man geneigt zu sagen, zu 80 Prozent, oder je zweimal, mit Hammer und Gewicht, einmal mit der Kugel. Noch Fragen? Aber noch ein paar Antworten. Der Fünfkampf gehört - um im Bilde zu bleiben - um 20 Prozent abgeschafft: den Gewichtwurf. Es gibt auch keine Alternative. Beim Steinstoßen wären wieder Kugelstoß- und Speerwurf-Spezialisten im Vorteil. Gibt es andere Vorschläge? Gemach, gemach, geschätzte Hammerwerfer. Das war lediglich ein Denkanstoß und eine nette Zahlenspielerei. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
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