Ein Ehrentag der Sinn macht: Heutige "Welttag der Dankbarkeit"

(Krefeld und die weite Welt, 21. September 2021) Für beinahe alles und jedes gibt es mehr oder weniger sinnvolle Ehrentage. Eingedenk der allgemeinen Verrohung der einstmals guten Sitten und Gebräuche macht der allerdings fürwahr Sinn. Der 1977 von den Vereinten Nationen (UN) initiierte und seither jährlich an diesem Datum begangene Welttag der Dankbarkeit". Ja, es geht um nicht mehr und nicht weniger als dieses kleine Zauberwort mit fünf Buchstaben, das da DANKE heißt. Kommt manchem, männlich wie weiblich, sehr schwer bis gar nicht über die Lippen oder Tastaturfinger. Dabei kostet es nix, ist jedoch ungemein wirkungsvoll. Gewiss hat das jeder schon in beiden Richtungen an sich oder dem/der anderen erlebt. Höchstwahrscheinlich auch die negative Kehrseite der Ignoranz.

Honorige Person aus dem „Hochadel“ ohne Anstand und Stil

Kleines Beispiel aus dem eigenen Erfahrungsschatz: Da ich hier niemanden öffentlich bloßstellen will, es allerdings liebend gerne möchte, nenne ich die (Un-)Person aus dem „Hochadel“ der Senioren-Leichtathletik mal Lieschen Suppenstrahl. Der habe ich auf LAMPIS eine größere Laudatio zum Geburtstag gewidmet. Dafür musste sie sich nicht bedanken, da es zwar auch ihr zur Weiterverbreitung und (nachweislich) noch mehr Glückwünschen diente, jedoch hauptsächlich zur Information und Erbauung der Leser gedacht war.
Aber als höflicher Mensch, der ich nun mal bin (Freunde und Bekannte werden es bestätigen), meine Kinderstube nicht nur eine Spielecke war (meinen Eltern sei Dank!), habe ich ihr als Privatmann via E-Mail meine Glückwünsche übermittelt. Zum besseren Verständnis: Eine E-Mail ist nichts anderes als ein elektronischer Brief. Da gebieten es Stil, Anstand und Höflichkeit, darauf angemessen zu reagieren. Fehlanzeige! Bei einem telefonischen oder persönlichen Glückwunsch würde ja auch eine Reaktion mit diesem Zauberwort, vielleicht dem Zusatz „schön“, erfolgen. Aber für dieses nicht fleißige Lieschen und alle anderen, die sich angesprochen fühlen müssen, gibt's ja noch das Sprichwort „Undank ist der Welten Lohn“.
Also, liebe Leute mit etwaigem Handlungsbedarf, einfach mal kurz inne halten, reflektieren und Besserung geloben. Denn wie bereits erwähnt und nunmehr wiederholt: Ein Danke kostet nichts, erfreut jedoch den Adressaten. Jede Wette!

Eine prima Veranstaltung mit kleineren Schönheitsfehlern

(Euskirchen/Krefeld, 20. September 2021) Ex-US-Präsident Donald „Duck“ Trump kreierte den Begriff „Alternative Fakten“. Was in seiner eigenen Herrlichkeit letztlich von ihm in die Welt gesetzte, anderswo gegeißelte „Fake News“ (Falschmeldungen) waren. Corona brachte die Bezeichnung „Neue Normalität“ hervor, weil wir die alte wohl nie oder so schnell nicht wiederbekommen werden. Die gibt es auch in der Leichtathletik, und sogar in der Diaspora des Landesverbandes Nordrhein, der speziell bei der Ü30-Generation in vorauseilendem Gehorsam und auf DLV-Linie so manches in der Vergangenheit zu verhindern wusste. Ein Wiederbeginn wurde bei den zweitätigen LVN-Seniorenmeisterschaften Ende August in Düsseldorf gemacht. Die Region Südwest setzte es am vergangenen Wochenende mit ihren offenen Einzel-Meisterschaften für alle Klassen im Erftstadion in Euskirchen fort. Chapeau!

Neudeutsches Regelwerk nicht bekannt... 

Dort wurde, wie schon in der Landeshauptstadt, der Nachweis geliefert, dass es auch in coronären Zeiten ohne Tamtam und Säbelgerassel (DM in Baunatal) ganz entspannt zugehen kann. Ein freundlicher junger Mann hakte am Tribüneneingang bei der Einlasskontrolle die Teilnehmerliste ab und prüfte das Vorliegen der 3G-Regel. Danach signalisierte er freien Zugang zur Abholung der Startunterlagen und gegebenenfalls zur Geräteüberprüfung, was praktischerweise gleich nebeneinander am Zielhaus lag. Zuschauer waren ebenfalls willkommen. Kleiner Wermutstropfen: Auch hier wusste der Kontrolleur nicht um das neudeutsche Regelwerk (international seit 01.01.2014), wonach alle unterschiedlich schweren Kugeln von 3 bis 7,26kg bei den Senioren einen Höchstdurchmesser von 130mm haben dürfen. Ralf Unger (*1947; im Bild) vom TuS Kerpen-Buir war in weiser Voraussicht auf derartige Unbill mit großem Diskussionspotenzial vorbereitet. Er hat mit seinem Smartphone die entsprechende IWR-Regel 188 mit DLV-Fußnote abfotografiert und konnte sie dem nicht Informierten vorlegen. Mithin hat der auch wieder etwas dazugelernt.

...und es erfolgte keine Ergebnis-Verknüpfung mit der deutschen Bestenliste

Zweiter Tropfen im Freudenbecher: Obwohl die Region Südwest die zwangsverpflichtete Software von SELTEC zur Ergebnisübermittlung verwendet, erfolgte keine Verknüpfung mit der unterjährig geführten deutschen Senioren-Bestenliste. Da der deutsche M70-Meister von 2017 in Zittau (14,19m) nach zweijähriger Abstinenz seinen ersten Wettkampf absolvierte, waren seine nach den Trainingsleistungen (um 12,50m) gemessen noch unterbelichteten 11,86m zwangsläufig Saisonbestleistung. Die bringt den Kerpener in jener Statistik an die sechste Position hinter Holger Knie (11,89m), vor dem er mit 12,86 zu 12,60m bei der DM 2018 in Mönchengladbach Vizemeister geworden ist.

Handgeschriebene Ergebnisliste im Netz: Charmant oder antiquiert?

Glosse

Neben der Spur

(Dessau-Rosslau/Krefeld, 18. September 2021)
Wer hätte das gedacht? Nostalgie pur! Und das in Zeiten moderner Kommunikationsmittel auch oder gerade im Sport, bei denen morgen bereits überholt ist, was gestern noch als der letzte Schrei einer Neuentwicklung auf den Markt gekommen ist. Kurzum: Es gibt es also noch, das gute alte IBM. Das weltweit bekannte Kürzel steht jetzt allerdings nicht für das us-amerikanische IT-Unternehmen „International Business Machines“ Corporation. Nein, ganz schlicht für die ironische Übersetzung „Immer Besser Manuell“. Eben der elektronischen Datenverarbeitung besser nicht zu trauen.
So geschehen und vom ständigen LAMPIS-Mitarbeiter Dieter Krumm gesehen in der handschriftlichen Ergebnisliste vom Internationalen Stabhochsprung-Meeting am vergangenen Mittwochabend in Dessau-Rosslau zu Sachsen Anhalt. Ja, da war und ist doch was? Genau: Das von Walter Gropius 1919 in Weimar gegründete „Bauhaus“ (siehe Link), stehend für bildnerische Architektur, Bildhauerei und Malerei, hat dort seinen Sitz. Ansteckend wirkte dieses Synonym für Fortschritt, Modernität, Design und Stil auf die Macher dieses Flug-Spektakels mit sündhaft teuren, hochtechnischen Geräten aus Glasfiberstäben indes nicht.
Wie immer gibt es mindestens zwei Sichtweisen: Charmant sagen die einen, antiquiert die anderen. Ungeachtet dessen bleibt allerdings zu hoffen, dass etwaig Bestenlisten-reife Leistungen in die normalerweise durch zeitnahe Verknüpfung digital geführten Bestenlisten übertragen werden…

Meldefrist für internationale "Austrian Masters" endet morgen

(Linz/A - Krefeld, 19. September 2021) Für Spät- und Kurzentschlossene reiselustige und wettkampfaffine Senioren beiderlei Geschlechts der Hinweis: Morgen, 20.September, endet um 24 Uhr die Meldefrist für die Internationalen Österreichischen Masters-Meisterschaften am 25./26.September 2021 im Leichtathletik-Zentrum in Linz unweit zur deutschen Grenze nach Niederbayern. Nicht nur aus „naheliegenden“ geografischen Gründen sind die zweitägigen Titelkämpfe unserer befreundeten Nachbarn aus der Alpenrepublik bei der deutschen Ü35-Generation äußerst beliebt, stellen sie den höchsten Anteil an Gaststartern. Dafür gibt es selbstverständlich gute und nachvollziehbare Argumente. Diese Veranstaltungen sind stets toporganisiert, finden auf schmucken, bestens präparierten Anlagen mit dem fast vollständigen disziplinären Rundum-sorglos-Programm (ohne Hürden und Stabhoch) statt. Und es gibt kein obskures Tabula rasa in der Ausschreibung mit absurden Einschränkungen, Auflagen und lachhaften, selber gestrickten Frage-und-Antwort-Spielen.

Sprintstaffel als „Gemischte Raubtiergruppe“

Es wird selbstverständlich auch Diskus geworfen und werden Staffeln gelaufen. Das sogar in dreifacher Form als „Gemischte Raubtiergruppe“, Spaßstaffel (was immer das genau ist; vielleicht rückwärts laufend) und dem Klassiker über 4x100m männlich/weiblich. Das Ganze dürfen sich auch Zuschauer bei freiem Eintritt anschauen. Für sie und die Aktiven gilt schlicht die 3G-Regel (Getestet, Geimpft, Genesen) mit Vorregistrierung via Internet. Schnelltests vor Ort sind indes nicht möglich. Und es sei in einem weiteren Seitenhieb Richtung DLV daran erinnert, dass auch im Vorjahr während der stärker tobenden Pandemie die Meisterschaften in St.Pölten im Angebot waren (siehe Link). Etliche deutsche Talente von gestern und vorgestern haben dort mangels anderer Gelegenheit ihre Jahresbestleistung 2020 aufgestellt.
Deshalb vergibt LAMPIS, auch aus mehrfacher eigener, ausgesprochen positiver Erfahrung des Verfassers (mal vom Schnürlregen 2015 in Götzis abgesehen), das Prädikat „Besonders empfehlenswert“! Mitunter lohnt eben auch ein etwas weiterer Weg zum Ort des Geschehens.

Sportsch(l)au: Erinnerung an die längst vergessene Trinkkur

(Köln/Krefeld, 17. September 2021) Es kursieren eine Menge Sportirrtümer, die so lange kolportiert und transportiert werden, dass sie irgendwann Mythenstatus erlangen, also für bare Münze genommen werden. Der Sport- und Ernährungswissenschaftler Prof.Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln, früherer Klasse-Sprinter beim einstmals ruhmreichen ASV Köln, nimmt sich derartiger Vorurteile im WDR2-Hörfunk und ARD-Morgenmagazin unter der Rubrik „Sportsch(l)au“ und anderen Publikationsmedien sowie seinem eigenen Internet-Portal an. Dank seiner freundlichen Genehmigung haben wir honorarfrei seit nunmehr über zehn Jahren (Erstlingswerk am 28. August 2011) in loser Folge bislang 107 Kapitel zu diesem Themenkomplex veröffentlicht. Kein Reservoir ist auf Dauer unerschöpflich, selbst wenn hin und wieder etwas Neues dazukommt. Deshalb werden wir gelegentlich frühere, allgemeinverbindliche und zeitlose Beiträge zur Auffrischung oder aber für im Laufe der Zeit hinzugekommene LAMPIS-Leser wiederbeleben. As

Drei bis vier Liter Wasser täglich bei einwöchiger Kur

Noch vor wenigen Jahrzehnten fuhren viele Familien jeden Sommer an die Nordsee. Dort wurden oft Trinkkuren mit Meerwasser durchgeführt. Diese schmeckten furchtbar, galten aber als gesund. Die Bedeutung und Wirkung von Wasser für die Entgiftung war von jeher bekannt. Heute haben die Trinkkuren indes an Bedeutung verloren, obwohl die Wirkung des Trinkens aus rein gesundheitlichen Gründen, wohl gemerkt, für die Ausschwemmung von Giftstoffen wissenschaftlich belegt ist.
Nachfolgend die Zusammenstellung für eine siebentägige Trinkkur: Morgens direkt nach dem Aufstehen 0,3 l lauwarmes Wasser; zum Frühstück drei bis vier Tassen ungesüßten, entkoffeinierten grünen Tee oder milden Kräutertee; bis zum Mittagessen/frühen Nachmittag jede Stunde 0,3 l Wasser; ab 14/15 Uhr regelmäßig kleinere Portionen trinken; Abends vor dem Zubettgehen 0,3 l laufwarmes Wasser.
Bei dieser Trinkkur sollten täglich drei bis vier Liter Wasser getrunken werden! Unbelastetes, kohlensäurefreies oder –armes Wasser ist am besten geeignet. Dabei sollten zwei Drittel der Flüssigkeit bis zum Nachmittag konsumiert worden sein.“
Redaktioneller Hinweis auf einen Beitrag in unserem Schaufenster Flurfunk.