Es stellt sich beim DLV die Gretchenfrage wer eigentlich für wen da ist?

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(Koblenz/Krefeld, 14. März 2017) Lampis ist eine der wenigen Quellen, wenn nicht gar die einzige im Feld der deutschen Senioren-Leichtathletik, in denen mit handfesten Sachargumenten anstatt mit Wattebäuschen die Differenz zwischen Schein und Sein im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.
Nun sind auf der Internetseite des LV Rheinland aus Koblenz in einem neulich stattgefundenen Vortrag (siehe Verlinkung) eines Sportmanagement-Spezialisten einige interessante Kriterien zu finden, die der DLV als Dachorganisation seiner Vereine schlechterdings nicht ignorieren kann.
Die wesentlichsten Punkte:
1. Aktive Sportvereinsmitglieder sind „Konsumenten von Sport- und Freizeitangeboten“ mit  einer entsprechenden Erwartungshaltung an Quantität und Qualität der Sportangebote. 
2. Die Angemessenheit der Beitragshöhe richtet sich auf die angebotenen Leistungen, die wirtschaftliche Situation der Mitglieder und den Vergleich zu anderen Sport- und Freizeitanbietern.
3.  Der Beitrag ermöglicht qualitativ hochwertige Leistungen.
Auf die Senioren-Leichtathleten bezogen, die immerhin den weitaus größten Mitglieder-Anteil im DLV stellen, bedeutet das, dass man schon eine sehr große Lupe bemühen muss, um Qualität und Quantität, die wir mit unseren (über die Vereine) an die auf Kumuluswolken schwebende Darmstädter NIKE-Filiale geleisteten Beiträge erwarten dürfen, aufzuspüren. Und solange der DLV seinen Senioren und Seniorinnen lediglich einen Nischenplatz zuweist, muss er sich mit deren permanenten Kosten-Nutzen-Kritik abfinden. Vor allem vor dem aktuellen Hintergrund einer überdimensionierten Verbandsentourage, die sich bei der Hallen-WM in Südkorea einer 69-köpfigen Senioren-Selbstzahler-Truppe bedient, um ihre polyglotten Bedürfnisse ausleben zu können.