Des Rätsels Lösung hinter Birgit Plifke ist die gebürtige Petsch

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(Kürten/Leverkusen/Krefeld 17. Juni 2017) Es setzte wieder einmal munteres Rätselraten von Mädchennamen ehedem bekannter Werferinnen ein, die irgendwann unter ihrem, mit Verlaub, nichtssagendem Ehenamen wieder auftauchen. Vor noch nicht allzu langer Zeit war dies bei Hammerwerferin Kirsten Hilbig geschiedene Klose geborene Münchow so. Nunmehr sorgte bei den Nordrhein „Open“ an Fronleichnam in Krefeld-Uerdingen eine bis dahin völlig unbeschriebene Birgit Plifke (*1963) für Aufsehen, die wie Phönix aus der Asche gleich mal eben die absolute Klasseleistung von 13,43m im Kugelstoßen der W50 dargeboten hat. Dazu ist ihr Verein DJK Montania Kürten (keine eigene Netzseite) auch nicht der große Brüller in der Szene, der Aufschlüsse hätte liefern können.
Glücklicherweise gibt es pfiffige erwachsene Burschen wie Hans Josef Weitz (Köln) und Dieter Krumm (Langenzenn), die sich unabhängig voneinander im World Wide Web auf die Suche machten und mit derselben Fundstelle zwangsläufig zum identischen Ergebnis kamen. Des Rätsels Lösung: Der Geburtsname der Dame lautet Petsch. Und darunter feierte die gute Birgit bereits als Jugendliche bei der damaligen LG Bayer Leverkusen beachtliche Erfolge, wurde zweimal Deutsche Jugend-Meisterin im Kugelstoßen, war zudem eine passable Diskuswerferin. Bei den Frauen avancierte sie zu einer Art Hallenspezialistin, wurde viermal (1981, 82, 84, 85) deutsche Vizemeisterin, belegte bei der Hallen-EM 1982 in Mailand und 1984 in Göteborg jeweils den siebten Platz. Unter freiem Himmel war sie bei den nationalen Titelkämpfen 1981, 84 und 85 auf Bronze abonniert. Seit sie dann ihre Karriere wegen Beruf und Familie (Ehemann, eine Tochter) beendete, stehen ihre Lebensbestleistungen mit Kugel und Diskus bei 17,84 respektive 54,28 Metern. Immerhin musste sie ihr Initialen B.P. nicht ändern.
Allerdings erstaunlich an der Geschichte, dass die promovierte Fachärztin für Orthopädie, Chirotherapie und Sportmedizin an einem Leverkusener Krankenhaus, also im Berufsleben Frau Dr.Birgit Plifke, womöglich bei Wechseldienst sowie Rufbereitschaft die Zeit für so ein spätes Wettkampf-Comeback und halbwegs geregeltes Training findet. Denn jene 13,43m hat sie bei aller früheren Klasse nicht mal so ganz nebenbei aus dem Ärmel geschüttelt.
Schaun mer mal ob und wie es weitergeht.