WMA sorgt im vorauseilenden Gehorsam für allgemeine Verunsicherung

(???/Krefeld, 21. März 2019) Nun ist die Netzseite des Senioren-Weltverbandes World Masters Athletics (WMA) mit Sitz in, ja, wo eigentlich (?), ohnehin nicht der sprudelnde Quell interessanter Nachrichten. Daran hat sich der gelegentliche Betrachter dieses schlecht gepflegten und infolge dessen weltweit sehr schwach frequentierten Internet-Portals inzwischen allerdings längst gewöhnt. Aktuell wird beim Aufruf der Adresse mitunter auf der Startseite eine Maske mit der Überschrift „Notice to all Masters athletes, officials and judges“ überblendet. Da ist im Text in englischer Sprache sinngemäß und im Extrakt davon die Rede, dass die Ü35-Dachorganisation NICHT von 30 auf 60 Sekunden für einen Wettkamp-Versuch (IWR-Regel 100.2; erst seit 01.01.2018 in Kraft) zurückkehren werde. Zunächst, wird eingeschränkt. Das gelte folglich auch für die am Sonntag beginnende Hallen-WM im polnischen Torun.

30-Sekunden-Regel hat sich bewährt – oder etwa nicht?

Der übergeordnete internationale Leichtathletik-Verband IAAF hat über diesen „Salto rückwärts“ auf seiner Präsidiumssitzung am 10.März 2019 in Doha (Katar) nachgedacht, es aber keineswegs mit sofortiger Wirkung beschlossen (siehe Link). Also, bitte schön, weshalb in vorauseilendem Gehorsam schon über einen Vorgang berichten, der noch gar nicht spruchreif ist? So etwas trägt nur zur allgemeinen Verunsicherung bei. Hat es denn auch, wie die bei uns eingegangenen Reaktion bis aus dem benachbarten Ausland beweisen. Sonst hätte es bei uns auch keinen triftigen Grund gegeben nunmehr Stellung zu beziehen. Noch ehrlicher: Es wäre überhaupt nicht aufgefallen.
Wenngleich ich darauf keinerlei Einfluss haben werde (wer fragt schon an der Basis nach?), dennoch meine bescheidene Meinung dazu. Es sollte nach meinen eigenen Erfahrungen bei der 30-Sekunden-Regel bleiben. Die hat sich bewährt, Probleme damit habe ich in 17 Wettkämpfen im Vorjahr als Kugelstoßer nicht feststellen können. Denn gerade weniger leistungsorientierte ältere Herrschaften brauchten in der Vergangenheit häufig eine schriftliche Einladung, um endlich gnädig den Ring zu ihrem Versuch zu betreten. Die sind sensibilisiert und resozialisiert worden.