Werfer-Ikone Peter Speckens gestern Mittag für immer von uns gegangen

(Übach-Palenberg/Krefeld, 10. November 2019) Auf ganz bestimmte Exklusiv-Meldungen würde ich trotz meiner fast 75 Lenze ungebrochen vorhandenem journalistischen Ehrgeiz liebend gerne verzichten. Und auf diese Hiobsbotschaft sicherlich diejenigen ebenfalls, die ihn ein wenig näher gekannt und deshalb zwangsläufig ob seiner warmherzigen, unprätentiösen Persönlichkeit außerordentlich geschätzt haben. Da schließe ich mich ein, der mir ohne jede Übertreibung sportlich und menschlich ein großes, unerreichbares Vorbild war. Manch eine/r aus dem nahe 100 Teilnehmer starken Feld und im Organisationsbüro der Offenen NRW-Senioren-Winterwurf-Meisterschaften gestern in Leichlingen wird sich gewundert haben, weshalb Werfer-Ikone Peter Speckens (*28.05.1935) vom SV Rot-Weiß Schlafhorst in Übach-Palenberg bei Aachen seine Meldung im Hammerwurf mit dem abholbereiten Titel nicht wahrgenommen hat.
All jene und vor allem die durch den frühen Tod von zwei Söhnen eh schon geschrumpfte Familie werden ihn fortan auf Dauer schmerzlich vermissen. Der Grandseigneur der Senioren-Leichtathletik, mit seiner nationalen und internationalen Titelsammlung bis dahin weltweit erfolgreichste aktive Wurf-Allrounder, ist gestern Mittag um 15.40 Uhr im Aachener Klinikum sanft für immer eingeschlafen, ohne noch einmal das Bewusstsein erlangt zu haben.

Schlaganfall kam wie ein Blitz aus heiterem Himmel

Die dramatische Vorgeschichte dazu: Bis vor gut einer Woche war der körperlich und geistig fitte 84-Jährige noch putzmunter, bester Dinge, voller Tatendrang und Pläne. Er hatte schon mit seinem engsten Sportfreund Jürgen Dannenberg (*1949) von der ASG Elsdorf, mit dem er zusammen seit 2005 alle internationalen Wettkämpfe bereist, über die organisatorische Gestaltung der nächstjährigen Senioren-WM im kanadischen Toronto (20.Juli bis 01.August) gefachsimpelt. Das hat Peter auch gegenüber Lampis (siehe Verlinkung) als sein großes sportliches Nahziel genannt, da er die erste Stadion-WM dieser Art 1975 an selber Stelle schlichtweg aus Unkenntnis verpasst hatte. Doch es sollte, wie nunmehr schon bekannt, anders kommen. Vorigen Sonntag erlitt der Mann mit dem verpflichtenden Kürzel PS in seinem schmucken Eigenheim wie ein Blitz aus heiterem Himmel einen Schlaganfall, fiel ins Koma, wurde durch Maschinen am Leben gehalten, die gestern in Anwesenheit seiner Tochter Martina aufgrund einer Patientenverfügung letztlich nach seinem Wunsch abgestellt worden sind.

Eingedenk der Aufregung erlitt Ehefrau Irmgard einen Herzinfarkt

Und da ein Unglück selten allein kommt, hat Peters Ehefrau Irmgard eingedenk der ganzen Aufregung vorigen Montag einen Herzinfarkt erlitten, benötigt momentan dementsprechend Ruhe, kann sich um all die ohnehin äußerst belastenden Formalitäten nicht kümmern.
Da sicherlich viele Leichtathleten speziell aus dem westdeutschen Raum den trotz seiner überragenden Erfolge geerdeten, bodenständigen und liebenswürdigen Sportler die letzte Ehre erweisen wollen, schon mal mit Einverständnis von Frau Speckens einige Vorabinformation: Es erfolgt zunächst eine Feuerbestattung und Urnenbeisetzung innerhalb der verbliebenen Familie mit der Witwe, Tochter, vier Enkeln und einem Urenkel. Den öffentlichen Termin und Ort der Abschiedsfeier werden wir in dieser Nachrichten-Rubrik alsbald bekannt geben.