Kleine Ursache, große Wirkung: Aus Alsternord wurde Altersnord

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Glosse

Neben der Spur

(Hamburg/Krefeld, 27. Januar 2022) Was gedruckt ist, ist gedruckt, das bleibt unabänderlich so erhalten bis das Print-Format, sei es ein Schriftstück, die Tageszeitung, Illustrierte oder was auch immer, irgendwann in den Archiven oder Papiertonnen landet. Der unschätzbare Vorteil eines Online-Medium wie dem unsrigen ist es, dass der Druckfehlerteufel elegant, heimlich, still und leise ausgemerzt werden kann. Als Ein-Mann-Redaktion, wo eigene Beiträge nicht von dritter Seite gegengelesen werden, passieren mir bei aller Sorgfalt nahezu zwangsläufig gelegentlich wider besseren Wissens kleinere Ungereimtheiten wie Rechtschreib-, Tippfehler oder Zahlendreher.
Längst gibt es einige freundliche, mir persönlich bekannte, wohlgesonnene selbst ernannte Lektoren aus dem Kreise der Gastautoren und frühmorgendlichen Stammleser, die mich zumeist sehr zeitnah nach der Veröffentlichung nötigenfalls auf das eine oder aufmerksam machen. Dann begebe ich mich postwendend an die entsprechende Korrektur, ehe alle Besucher im Laufe des Tages darüber gestolpert wären.

Staffelmitglied Heinz Keck ist der „Lapsus Linguae“ aufgefallen

Gestern war es mal wieder so weit. Sein Lachen nicht unterdrücken könnend, rief mich gegen 10 Uhr Heinz Keck von der LG Alsternord an, ob es Zufall oder Absicht gewesen sei, dass ich den zuvor in der Überschrift und im Text zweimal richtig geschriebenen Vereinsnamen am Ende des Beitrages mit exakt den gleichen Buchstaben in anderer Reihung leicht verfälscht habe. Dabei war mir unbemerkt ein Altersnord (siehe vorherigen Artikel) rausgerutscht. Das hätte durchaus auch bezeichnend sein können, da die vier hanseatischen Herren jenseits der Achtzig insgesamt 323 Jahre auf die Lebensuhr bringen. Dann hätte ich es allerdings in An- und Abführung setzen müssen. Konjunktiv! Habe ich aber nicht. Es war schlicht und ergreifend ein geschriebener „Lapsus Linguae“ (Versprecher). Den finde ich jedoch so schön, dazu noch treffend, dass ich ihn nicht einfach korrigieren wollte, mich vielmehr mit dieser Glosse selber auf die Schippe nehme. Wo gehobelt wird, da fallen schließlich Späne. Niemand ist perfekt.
Deshalb sei mit Verlaub noch angemerkt, dass es die sonstigen Lektoren in diesem konkreten Falle auch überlesen haben. Dennoch bitte unvermüdlich weitermachen, wo es angezeigt erscheint!