Offene LVN-Regionsmeisterschaften Samstag in Düsseldorf

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(Düsseldorf/Krefeld, 23. Februar 2022) Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?! Nicht allein bei der Senioren-EM in Braga (Portugal) steht für die nach Abzug der handelsüblichen Ausfallquote schlussendlich um die deutsche Minderheit von etwa 150 Startwilligen auch hierzulande Leichtathletik unter dem Hallendach im Portfolio. Dabei geht es im konkreten und nächsten Falle um die Offenen Regionsmeisterschaften Mitte des Verbandes Nordrhein (LVN) am kommenden Samstag im Arena-Sportpark in Düsseldorf. Bei der Gelegenheit sei erwähnt, dass heute um 23:59 Uhr der (neue!) Meldeschluss für die nachzuholenden NRW-Hallenmeisterschaften der Ü30-Generation am 05.März an selber Stelle endet.

Unzumutbares Gemeinschaftswerk von 28 Kugelstoßern

Für die anstehenden Titelkämpfe gibt/gab es im Vorfeld allerdings einen Stein des Anstoßes, den die veranstaltende LVN-Region Mitte trotz mehrfacher berechtigter Intervention (zunächst) nicht bereit war aus dem Weg zu räumen. Es soll(t)en allen Ernstes ab 11:30 Uhr in einem gemeinsamen Wettbewerb in Summe 28 Kugelstoßer der Klassen M50 bis 85 über die Anlage „geprügelt“ werden, die allesamt bei jeweils weniger als acht Teilnehmern sechs Versuche haben. Macht unter dem Strich 174 Durchgänge oder umgerechnet eine Dauer von mindestens zwei Stunden. Eher mehr.

Das ist sportlich betrachtet vollkommen unzumutbar, da kein älterer Mensch jenseits der Fünfzig über einen solch langen Zeitraum die Spannung aufrecht erhalten kann. Außerdem ist es bei allen sonstigen vernünftigen, nachvollziehbaren Sicherheitsvorkehrungen in Zeiten von Corona (2-G-Regel plus nachweisbarem, nicht älter als 24-stündigen Antigenschnelltest) absolut Kontraproduktiv, dass sich auf der relativ beengten Anlage am Ende der Halle mit wenig Luftzirkulation 28 Kugelstoßer und vier Kampfrichter über einen solch langen Zeitraum (Einstoßen kommt noch hinzu) tummeln. Selbst wenn außerhalb der jeweiligen Versuche die Maskenpflicht gilt.

Zeitplan wurde aktualisiert, aber...

Mit ein bisschen guten Willen, Fingerspitzengefühl und organisatorischem Geschick wäre das zu entzerren (gewesen). Und siehe da: Mit Stand heute Morgen 6:51 Uhr wurde der Zeitplan noch einmal aktualisiert: 10:30 Uhr: Männer und M30 – 45 (neun Teilnehmer); 11:30 Uhr: M50 – 65 (19); 13:20 Uhr: Frauen, W 30 – 45 (13); 14:50 Uhr: „Gemischte Raubtiergruppe“ M70 – 85 (9 ./. 1) und W50 – 70 (6) = 14.

...19 Starter der M50 bis 65 haben immer noch die "Arschkarte" gezogen

Schon besser! Letzteres ist mit 14 Aktiven noch so gerade akzeptabel, da Torsten Lange (M75) für das Minus eins steht und aus anderen Gründen abgesagt hat. Aber – auf gut Deutsch formuliert – die Arschkarte hat die M50 bis 65 mit immer noch zu vielen 19 Startern gezogen. So sie denn alle da sind. Doch davon muss vorerst ausgegangen werden. Erlaube mir noch die Anmerkung, dass ich nach 1.160 Wettkämpfen zwischen 1966 und 2018 allein im Kugelstoßen (Wiederbeginn Ende August 2021) das Geschäft aus dem eff-eff kenne und mir diesbezüglich keine weltliche Ungereimtheit fremd ist.  
Alle Einzelheiten unter diesem Link (danach den Termin anklicken) und der redaktionelle Hinweis auf einen gestern Abend eingestellten Beitrag von der Senioren-EM im Fenster Ergebnisse.