Christa Bortignon zermalmte gleich vier Hallen-Weltrekorde der W85

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(Kamloops/West Vancouver/Krefeld, 03. März 2022) Länger als sonst wo fielen im zweitgrößten Flächenland auf Erden, in Kanada, Leichtathletik-Veranstaltungen der Ü35-Generation der Corona-Apokalypse zum Opfer. Darunter mit globaler Wirkung die Stadion-Weltmeisterschaften vom 21.Juli bis 01.August 2020 in Toronto. Nicht nur, aber insbesondere auch zum großen Leidwesen der deutschstämmigen Christa Bortignon (*29.01.1937) aus West Vancouver für ihr WM-„Heimspiel“ mit relativ kurzer Anreise von 4.395 Kilometern und einem Wiedersehensfestival mit vielen Sportkameraden*innen vor allem aus ihrer alten Heimat. Kürzlich mailte mir Christa, die über LAMPIS den Kontakt zur deutschen Szene hält, dass es bald wieder offiziell mit den Hallenmeisterschaften von British Columbia vom 25. bis 27.Februar in Kamploops, dem Schauplatz der Hallen-WM von 2010, langsam losgehen würde. Natürlich auch für sie.

Über 60 Meter war sie deutlich schneller als der Europameister der M85

Allerdings bei der vielseitigen 85-Jährigen von langsam nicht den Hauch einer Spur. Bei ihren ersten Starts in der W85 zermalmte sie gleich mal mit riesigen Steigerungsraten vier Weltrekorde und zwei kanadische Rekorde. Als da wären: 60m in 11,18 (bisher 12,28), 200 m in 42,09 sec. (44,18), Weitsprung mit 2,70m (2,04m) und Dreisprung mit 6,35m (5,15m). Drei davon waren zuvor im Besitz ihrer us-amerikanischen Freundin Irene Obera (siehe WMA-Rekordliste). Die nationalen Höchstmarken verbesserte Christa gemeinsam mit der 2x200-m-National-Staffel der W70 (!) und noch selber zu ihrer eigenen Überraschung im Kugelstoßen von 6,14m auf 6,49m. „Es war ein tolles Wochenende für mich“, beschloss sie ihre elektronische Botschaft über den großen Teich und freut sich schon riesig auf die „Canadian Masters“ unter dem Hallendach vom 25. bis 27. März in New Brunswick. Das sind dann lediglich 4.810 Kilometer. Ob sie im Sommer bei der nachgeholten WM im finnischen Tampere startet, ließ sie vorerst noch offen.
Nun sprechen ihre herausragenden Weltrekorde schon für sich. Doch dies noch zum Vergleich: Bei dieser hochglänzenden Hallen-EM in Braga, wie in der Senioren-Spielecke des DLV nachzulesen ist (nicht nur bei Krähen hackt die eine der anderen kein Auge aus), hätte Christa mit großem Vorsprung die 60 Meter der M85 (11,75 sec.) gewonnen und wäre im Weitsprung (2,19m) hoch überlegen Zweite geworden.
Einfach ein galaktisches Faszinosum, diese fitte, taffe Frau mit deutschen Wurzeln!!!