Interstate: Deutsche Rechnung scheiterte am gastgebenden Wiener Wirt

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(Leibnitz/Wien/Krefeld, 06. April 2022) Mehr so zufällig habe ich von Bald-Siebziger Pino Pilotto (*17.05.1952) aus Luzern erfahren, dass die Schweiz aufgrund von Aufstellungsproblemen nicht am Interstate Masters 2022 teilnehmen wird. Dieser Wettbewerb wurde 2012 auf Initiative vom früheren tschechischen Weltklasse-Diskuswerfer Gejza Valent (im Bild) zusammen mit dem damaligen EVAA-Präsidenten und Wanderpokalstifter Dieter Massin (Ahlen/Westfalen) aus der Taufe gehoben. Der inzwischen traditionelle Sechs-Länderkampf zwischen Österreich, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Kroatien und bislang den Eidgenossen aus der neutralen Alpenrepublik erlebt nach den Corona-bedingten Ausfällen in den beiden vergangenen Jahren am 21.Mai 2022 in Leibnitz/A (Steiermark) die neunte Auflage.
Die spontane, aber offenbar kühne Idee von mir war, dass mit schon signalisierter Unterstützung von DLV-Seniorensprecher Heiko Wendorf ein in Privatinitiative und Eigenfinanzierung auf die Beine gestelltes inoffiziöses „Team Deutschland“ als einmaliger Lückenbüßer für die zumindest diesmal fehlenden Schweizer/innen einspringen könnte. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wobei anzumerken ist, dass sich die Mannschaften aufgrund eines ausgeklügelten Altersklassenfaktors nach Geburtsjahrgängen ab M/W35 bis nach oben offen zusammensetzen. Anders würde es bei den teilnehmenden Nationen auch nicht funktionieren.

Schade für die potenziellen Startwilligen eines inoffiziösen "Teams Deutschland"

Lange Rede, kurzer Sinn, habe ich bei Österreichs hammerwerfenden Mannschaftskapitän Gottfried Gassenbauer nachgefragt und meine Rechnung ohne den gastgebenden Wirt gemacht. Offenbar möchte Gottfried  keine „fremden Götter“ in dieser eingeschworenen Länder-Gemeinschaft neben sich haben. Die Antwort des 63-jährigen LAMPIS-Repräsentanten aus der Landeshauptstadt Wien las sich freilich ein wenig verbindlicher: „Das hätte sportlich keinen Wert, da selbst ein ,All-Star-Team‘ aller anderen fünf Nationen gegen eine deutsche Mannschaft nicht mithalten könnte.“
Naheliegend. Doch der Beweis lässt sich nicht antreten. Schade eigentlich für die potenziellen deutschen Startwilligen. Bei dem kargen hochkarätigen inländischen Wettkampfangebot hätten sie garantiert Spaß an diesem internationalen Gemeinschaftserlebnis mit anschließendem großen geselligen Abschlussbankett, Übernachtung und Katerfrühstück gehabt.