Sportsch(l)au: Angst vor dem Älterwerden? Das muss nicht sein!

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(Köln/Krefeld, 09. August 2022) Es kursieren eine Menge Sportirrtümer, die so lange kolportiert und transportiert werden, dass sie irgendwann Mythenstatus erlangen, also für bare Münze genommen werden. Der Sport- und Ernährungswissenschaftler Prof.Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln, früherer Klasse-Sprinter beim einstmals ruhmreichen ASV Köln, nimmt sich derartiger Vorurteile im WDR2-Hörfunk und ARD-Morgenmagazin unter der Rubrik „Sportsch(l)au“ und anderen Publikationsmedien sowie seinem eigenen Internet-Portal an. Dank seiner freundlichen Genehmigung haben wir honorarfrei seit nunmehr über zehn Jahren in loser Folge bislang 107 Kapitel zu diesem Themenkomplex veröffentlicht. Kein Reservoir ist auf Dauer unerschöpflich, selbst wenn hin und wieder etwas Neues dazukommt. Deshalb werden wir gelegentlich frühere, allgemeinverbindliche und zeitlose Beiträge zur Auffrischung oder aber für im Laufe der Zeit hinzugekommene LAMPIS-Leser wiederbeleben.  As

Alt zu werden ist nicht nur eine Gnade: Vieles hat der Mensch selber in der Hand

Die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen in unserer Republik steigt stetig (derzeit 78,5 Jahre bei Männern, 83,4 bei Frauen), und sie bleiben obendrein zunehmend länger gesund. Viele haben dennoch Angst vor dem Älterwerden. Das beruht auf einem weit verbreiteten Irrtum. Denn häufig wird Alter mit Gebrechlichkeit und Demenz gleich gesetzt. Das muss nicht so sein. Wir haben es weitgehend selbst in der Hand, was wir daraus machen. Demenz, Alzheimer und Krebs kommen zwar meist im Alter vor, und für die direkt und mittelbar Betroffenen ist das schlimm. Dennoch: Es sind beispielsweise nur zwei bis drei Prozent der Siebzigjährigen, die an Demenz leiden.

Eine positive Einstellung ist von entscheidender Bedeutung

Die Angst vor Krankheit im Alter wird überbewertet. Übermäßige Arztbesuche beweisen das. Gewiss, Vorsorge ist wichtig. Aber dauernd den Blutdruck, das Gewicht und den Cholesterinwert zu messen, trägt nicht zum Wohlbefinden bei. Hilfreicher ist eine positive Einstellung. Sie ist von entscheidender Bedeutung dafür, wie wir altern und wahrscheinlich auch wie alt wir werden. Unsinnig ist es, Lebensjahre zu zählen. Man ist so alt, wie man sich fühlt. Dann ist es doch egal ob mit 50 oder 70.
Dafür gibt es allerdings keine generelle Bedienungsanleitung. Aber eine ganze Reihe nützlicher Tipps, die in allen möglichen Gesundheitsratgebern beschrieben werden. Jeder kann dann seinen Weg finden, um mit neuem Schwung zu ungeahnter Fitness zu gelangen, den besten Sex seines Lebens zu haben und bei besserer Laune die Jahre zu genießen.
Fazit: Nicht von ungefähr wird davon gesprochen, dass bei sportlich aktiven Menschen das biologische Alter durchaus zehn bis 15 Jahre unter dem auf der Geburtsurkunde liegen kann.