Kugelstoßer Andy Dittmar verfehlte eigenen deutschen Rekord um 10 cm

(Erfurt/Fürth/Krefeld, 17. Januar 2016) Duplizität der Ereignisse: Zwei Lichtgestalten der deutschen Senioren-Szene schickten sich gestern an, ohne es indes selber vollmundig heraus posaunt zu haben, ihre eigenen Rekorde zu verbessern. Noch mal Duplizität: Beide scheiterten. Der eine ziemlich knapp, der andere recht deutlich. Kugelstoß-Gigant Andy Dittmar (*1974) aus Gotha verfehlte bei den Thüringer Hallen-Meisterschaften in Erfurt mit 18,25m den deutschen M-40-Rekord (18,35m) unter dem Hallendach lediglich um zehn und seine vorwöchige, zwangsläufige Jahresbestleistung (18,26m) nur um einen Zentimeter. Das sagt alles über seine Konstanz, die wir jüngst in einem Beitrag im Schaufenster „Flurfunk“ eingehend beleuchtet haben. Die 18-Meter-Marke knackte er im zweiten Versuch (18,03m), die Tagesbestweite stieß er im vierten Durchgang. Für ihn gilt, vermutlich noch eher als bei Ritte: aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Beinahe müßig zu erwähnen, dass Big-Andy seinen 45. Landestitel in der Männer-Klasse (!) feierte. Mit einem Vorsprung von 5,33 Meter. Armes, reiches Thüringen! Je nach Sichtweise.
Für Stabhochspringer Wolfgang Ritte (*1953) vom SC Bayer 05 Uerdingen war beim unter der Schwere der Tradition beladenen 27.Senioren-Hallensportfest des LAC Quelle Fürth bei 3,92 m Endstation, sein M-60-Weltrekord von 4,16m relativ weit weg. Er hat halt die Ansprüche an sich und ihn sehr hoch geschraubt. Aber eine globale Bestmarke schafft auch er nicht nach Belieben. Dafür muss schon alles zusammenpassen. Und vergessen wir nicht, dass er im dritten Jahr dieser Altersklasse steht. Da wird, nicht nur wegen der Höhe, die Luft nach oben zunehmend dünner.
Gerade weil bei uns Service groß geschrieben wird, weigern wir uns stand- und boshaft, die Online-Ergebnisliste von Fürth zu verlinken. Dieses wüst durcheinander gewürfelte krause und krude Dokument ist eine arge Zumutung! Genau genommen eine Frechheit. Übrigens nicht das erste Mal. Wer sie sich dennoch antun will, der rufe sie über den kleinen Bericht der Vereinsnetzseite unter www.lacquelle.de auf.