Trikots: Erneut eine infame Drohgebärde des DLV wider besseren Wissens

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Kommentar

Nebenbei bemerkt

(Darmstadt/Krefeld, 19. Januar 2016)
Mittlerweile ist es das uralte, leidige Lied, dass der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) in Darmstadt wider besseren Wissens bei international startenden deutschen Senioren/innen mit einer Drohgebärde die Ladenhüter aus seinem Gemischtwarenladen an den Mann und die Frau bringen will. Da heißt es im Info-Brief zur Anmeldung für die 11.Hallen-Europameisterschaften vom 29.März bis 03.April 2016 in Ancona an der italienischen Adriaküste unter Punkt 3.4 auszugsweise, aber im Originalwortlaut: „Um eine verlässliche Regelung zu finden, die die Athleten/innen vor einer möglichen Disqualifikation schützt, und um ein nahezu einheitliches Bild unseres großen Teams bei den internationalen Meisterschaften zu gewährleisten, werden nur noch Wettkampftrikots aus den beiden letzten DLV-Kollektionen zugelassen.“ – Zitatende! Die teilweise Anfettung des Textes stammt zur Verdeutlichung der Gemeinheit allerdings von uns.

Keine neue Sprachregelung der EMA!

Das ist schlechterdings eine fromme (?) Lüge zur Ankurbelung des Verkaufs. Nicht nur, aber vor allem Juristen würden gar einen durch die Blume unzulänglich kaschierten infamen Erpressungsversuch darin sehen können. Tatsache ist vielmehr: der Vizepräsident des kontinentalen Senioren-Dachverbandes European Masters Athletics (EMA ), Jerzy Krauze (Polen), hat sich anlässlich der Teamleiter-Besprechung bei der vorjährigen Hallen-EM im polnischen Torun klar positioniert und artikulierte, dass alle Trikots mit eindeutigem Hinweis auf die Nation zugelassen seien (wir berichteten seinerzeit). Es gibt seither keine neue Sprachregelung. Demzufolge auch keine öffentliche Verlautbarung von der EMA. Das ist definitiv und unumstößlich, da gewissenhaft recherchiert. Nebenbei angemerkt ist der oben genannte Terminus „einheitlich“ ohnehin ausgemachter Kokolores. Die letzte Kaufkollektion trägt den selbstverleugnenden Schriftzug GERMANY, die vorletzte DEUTSCHLAND. Noch Fragen?
Und da wir schon gerade dabei sind noch ein absolutes Unding oder im DLV-deutsch „No go“. Obwohl für Ancona nur noch ausschließlich Online-Anmeldungen beim Lokalen Organisationskommitee (LOC) vorgenommen werden können, verlangen die Darmstädter Raubritter für nunmehr noch weniger Aufwand ihren sich selbst entsendenden Startwilligen eine um satte 50 Prozent erhöhte so genannte Organisationsgebühr von 15 Euro ab. Die „Oldies“ als Melkkühe der (Leichtathletik-)Nation. Das ist Wucher und sollte boykottiert werden. Genau wie der zuvor genannte Sündenfall!
Der Ruf nach den Seniorensprechern ist vergebliche Liebesmüh, da von ihnen eh nichts zu erwarten ist. Ebenfalls 'ne alte Leier, die es freilich keineswegs erträglicher macht. Ganz im Gegenteil!