Echte Heimsuchung: Diebe brachen ins Haus von Alwin J. Wagner ein

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(Melsungen/Krefeld, 22. Januar, 2016) Eine Heimsuchung im buchstäblichen Sinne ereilte die Familie des früheren Weltklasse-Diskuswerfers Alwin J.Wagner. Während einer rund 90-minütigen Abwesenheit wurde Dienstagabend in deren Haus in Melsungen bei Kassel eingebrochen. Als der 65-Jährige die Eingangstüre öffnete, hörte er den/die Täter auf dem Weg fliehen, wo er/sie eingebrochen waren: durch ein Kellerfenster. Wer weiß, wozu die kleine "Verspätung" gut war. Denn als Polizei-Hauptkommissar i.R. weiß der Hüne zu genau, dass man sich in seiner verständlichen Wut nicht auf eine Mutprobe einlassen soll. Einbrecher könn(t)en auch bewaffnet sein und ihnen angesichts eines fast zwei Meter großen Mannes von 130 Kilogramm die Sicherungen durchbrennen. Wagner vermutet, dass es mehr als ein Dieb war. Die haben Bargeld, Schmuck, Sondermünzen, Meisterschaftsmedaillen und eine wertvolle Tissot-Armbanduhr erbeutet. Der Chronometer war seinerzeit der Ehrenpreis für seinen Sieg beim bedeutenden Internationalen Abendsportfest im berühmten Züricher Letzigrund. "Die habe ich dermaßen in Ehren gehalten, dass ich sie nie getragen habe. Sie lag als Schmuckstück neben anderen besonders schönen Erinnerungsstücken in einer Glasvitrine", erzählte der Hesse im Telefonat mit dem Verfasser. Mittlerweile beziffert er den materiellen Verlust auf rund 30.000 Euro. Hinzu kommt der durch die Verwüstung angerichtete Sachschaden in noch unbekannter Höhe. Dafür steht bei entsprechender Deckungssumme letztlich die Hausratversicherung gerade. Unwiderbringlich ist indes der ideelle Wert und der seelisch schmerzhafte Eingriff in die Privatsphäre durch die Eindringlinge. "Meine Frau Beate und ich fühlen uns in unserem eigenen Haus nicht mehr zu Hause", offenbart er die gegenwärtige Gemütslage.
Für die Ergreifung der Täter, die schließlich irgendwann ihr Diebesgut zu Geld machen wollen, hat Alwin eine Belohnung von 1.000 Euro ausgesetzt.