Adidas soll 29,6 Millionen schweren Vertrag mit IAAF gekündigt haben

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(Herzogenaurach/Monte Carlo/Krefeld, 26. Januar, 2016) Möglicherweise hat Euer Lordschaft Sir Sebastian Coe (Großbritannien), der neue Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, diesen Vorgang am hochherrschaftlichen Amtssitz in Monte Carlo (Monaco) noch mit einem milden Lächeln quittiert. Die Anti-Doping-Agentur des in der einstigen olympischen Kernsportart vergleichsweise kleinen Licht Schweiz hatte die Zusammenarbeit mit der Dachorganisation von jetzt auf gleich als beendet erklärt, da sie kein vertrauenswürdiger Partner im Kampf gegen Doping sei (wir berichteten). Ein Imageschaden, der bei dem ohnehin restlos ruinierten Ruf halbwegs zu verschmerzen gewesen sein dürfte.
Aber nun könnte es richtig wehtun, wird den IAAF-Oberen um den 59-jährigen Briten höchstwahrscheinlich das Lachen im Halse stecken bleiben. Wie abermals ausgerechnet dessen Landsleute vom britischen Rundfunk- und Fernsehsender BBC investigativ ermittelten, soll der Sportartikel-Gigant adidas aus Herzogenaurach bereits im November 2015 den eigentlich noch vier Jahre laufenden Sponsorenvertrag mit der IAAF fristlos gekündigt haben. Die Gründe liegen auf der Hand und bedingen womöglich eine rechtlich nicht anfechtbare Ausstiegsklausel. Damit würden Einnahmen von insgesamt 29,6 Millionen Euro (jährlich 7,4 Mio.) wegbrechen und ein erhebliches Loch in die "Schmiergeldkasse" reißen.
Weder die IAAF noch Adidas haben diesbezüglichen Meldungen, die derzeit durch die weltweite Medienlandschaft schwappen, dementiert. Der entsprechende Umkehrschluss ist denkbar einfach.
Mehr zum Thema in einem Kommentar von Spiegel-Online.