Albert Fichtner wusste Rat zu den Parabeln sportlicher Flugobjekte

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(Ancona/Krefeld, 29. März 2016) Einmal mehr wusste unser bevorzugt den Hammer werfender gelegentlicher Gastautor Albert Fichtner (im Bild) aus München bei einer kniffligen Frage Rat. Explizit zum brandaktuellen Thema der erforderlichen Zelthöhe für die Kugelstoß-Wettbewerbe bei der EM in Ancona und der Parabeln der Flugobjekte im Beitrag zuvor. Was bei mir noch als durch eigene Erfahrung halbwegs verlässlich gestützte Einschätzung daher kam, konnte der 72-jährige Bajuware anhand eines physikalischen  Berechnungsprogramms knallhart belegen. So beträgt beispielsweise bei einem 12,20-m-Stoß (Abstoßhöhe 2,20 m, Anfangsgeschwindigkeit 10 m/s, Abstoßwinkel 40 Grad) die maximale Höhe 4,31 m. Selbst bei Stößen um die 10 Meter liegt die maximale Höhe noch bei 3,90 m. Es ändert die beschriebene Faktenlage nicht, untermauert sie lediglich. Die Mehrkämpferinnen ließen dies heute Vormittag bei Weiten deutlich unterhalb von zehn Metern noch nicht offenkundig werden, aber mindestens schon erahnen. Obwohl bei halbwegs gesundem Menschenverstand klar sein muss(te), dass 3,45m lichte Höhe schlicht zu niedrig sind. Allein schon für Personen mit Platzangst.
Ein wenig zu optimistisch war dagegen die Aussage von Andy Dittmar, dass er bei seinen Weiten jenseits der 18 Meter eine Höhe von etwa acht Meter benötigt wird (und unsererseits das Tempo von 90 km/h; die Hälfte ist realistischer). Da hatte der gute Andy wohl den seinerzeit von ihm initiierten und organisierten Wettbewerb der deutschen Kugelstoß-Titanen 700 Meter unter Tage im Erlebnisbergwerk Sondershausen noch im Gedächtnis. Da betrug die Deckenhöhe 8,50 Meter, die bei einem 20,77-m-Stoß von Ralf Bartels aus Neubrandenburg im Jahr 2006 gefühlt fast erreicht worden sei. Konkret beträgt der theoretische Höhenwert bei Andy für eine Weite von 18,40m, einer Abstoßhöhe von 2,40m und einem Abstoßwinkel von 40 Grad 5,75 Meter. Fakt bleibt auch hier das bereits beschriebene Szenario, zu dem es allerdings am kommenden Samstag aufgrund seiner vorherigen Intervention nicht kommen wird. Freilich sollten die Organisatoren bis dahin längst reagiert haben.