"Bayerische" Sprint/Lauf/Sprung: Resultate mit prima Zusatzservice

(München/Krefeld, 01. August 2022; 07:30 Uhr) Einfach mal auf die Schnelle vorweg die verlinkte Ergebnisliste von den Bayerischen Senioren-Meisterschaften Sprint/Lauf/Sprung gestern im schmucken Münchner Dantestadion mit seinen vorzüglichen Anlagen. Denn, manche eine/r glaubt es kaum, gibt es für mich als weitgehender Alleinunterhalter dieses kostenfreien Internet-Portals noch ein Leben neben LAMPIS. Und sei es ein frühmorgendlicher Arztbesuch zur routinemäßigen Kontrolle meiner lädierten, mit drei Bypässen versehenen „Pumpe“. Was mir bei der sehr oberflächlichen Draufsicht auffiel, dass jetzt auch die Bayern dem leuchtenden Beispiel der Westfalen folgend in der Dachleiste der Resultate nach Klassen und Disziplinen die jeweiligen Landesrekorde aufführen. Die sind teilweise allerdings dermaßen gut, dass sie nicht immer dem Wohle der aktuellen Titelträger dienen. Halt die matte Kehrseite der Medaille. Nichtsdestotrotz ein prima Zusatzservice!

Beispielhaft: Bewährte "Gewaltenteilung" der Titelkämpfe in Bayern

(München/Krefeld, 31. Juli 2022) Was zunächst sehr kritisch beäugt und als schnöde Trennung der großen Leichtathletik-Familie der Ü30-Generation gebrandmarkt worden ist (zugegebener Maßen auch von uns), hat sich zwischenzeitlich bewährt: Die „Gewaltenteilung“ der Landesmeisterschaften nach Stoß/Wurf einer- und Sprint/Lauf/Sprung andererseits sollte gerade in von Corona geprägten Zeiten wie diesen in vielerlei Hinsicht als Nachahmungseffekt dienen. Die Bayern sind es, die es vorgemacht haben und dabei entgegen dem allgemeinen Trend nachlassenden Interesses erstaunliche Meldezahlen generieren. Bei Stoß/Wurf waren es vor zwei Wochen im Münchner Dantestadion 154 Gemeldete zu 381 Starts. Für die Dreier-Koalition heute ab 10 Uhr an selber Stelle sind es 264/521, ergibt summa summarum  418/902. Das sind Werte, wie sie der bei seinen Titelkämpfen als bestfrequentiert bekannte Regionalverband Nordrhein in absoluten Hoch-Zeiten vor der neuen Geißel der Menschheit hatte.

Selbst ernannte Alleskönner als Wanderer zwischen den Welten

Diesmal waren es, sogar wieder offen ausgeschrieben, Anfang Juli bei einer Zwei-Tage-Veranstaltung in Euskirchen lediglich 247 Gemeldete bei 452 Starts. Gut, da waren ein bisschen Verschnitt durch die parallel im finnischen Tampere laufende Master-WM in Rechnung zu stellen. Derer 25 aus dem LVN-Gebiet. Noch hinzu wären ebenso theoretisch jene aus den unmittelbar angrenzenden Landesverbänden Rheinland und Westfalen gekommen. Absolute Zahlen sind es freilich auch in Bayern nicht. Die verschiedenen Termine nutzen die selbst ernannten Alleskönner als Wanderer zwischen den Welten für sich, nehmen beide Angebote wahr. Gerade bei den Senioren beiderlei Geschlechts ist Spezialistentum allem Anschein nach etwas für Exoten und Feiglinge (siehe Meldeliste nach Klassen und Disziplinen).

Willkommener Anlass zur Jagd auf die DM-Normen

Allerdings ein weiterer Grund für das per Saldo erfreulich große Meldeaufkommen ist auf vortrefflichen Anlagen und bei stimulierender Konkurrenz die Jagd nach den Normen für die Senioren-DM auf bayerischem Hoheitsgebiet am 17./18.September 2022 im von Grund auf sanierten Sepp-Brenninger-Stadion in Erding. Indes mit dem kleinen Schönheitsfehler: Just am 17.September wird nach buchstäblich langer Durststrecke auch das Münchner Oktoberfest eröffnet. Das verknappt für Auswärtige jenseits des Weißwurst-Äquators die Hotelbetten in der gesamten Region und treibt die Preise in schwindelerregende Höhen.
Darauf einen Doornkaat und zwei bis drei Corona! Kein Scherz als Fotomontage, gibt es tatsächlich als Kultbiermarke aus Mexiko.

Anstelle der DM ein Wurf-Fünfkampf-Meeting in Zella-Mehlis

(Zella-Mehlis/Krefeld, 29. Juli 2022) Alle ambitionierten Wurf-Fünfkämpfer/innen von Rang und Namen oder einfach nur aus lauter Spaß an der Freud´ können aufatmen: Jedweden Widerständen zum Trotz (Gewichtwurf-Anlage vom TÜV stillgelegt) macht der äußerst rührige TSV-Abteilungsleiter Günter Karl sein geäußertes Vorhaben wahr, anstelle der entfallenden Senioren-DM in diesem Vielseitigkeitswettbewerb zum selben Termin 03./04.September 2022 als normales, eindimensionales Meeting für die Ü35-Generation in der Arena „Schöne Aussicht“ im Wohlfühlambiente von Zella-Mehlis anzubieten (siehe dazu unseren letzten Beitrag). Alldieweil keine deutsche Meisterschaft – warum eigentlich nicht ab M/W30 wie auf Landesebene üblich?
Der reine Termin ist bereits auf dem Internet-Portal des genehmigenden Thüringer Leichtathletik-Verbandes (TLV) unter Wettkampfwesen vermerkt, die komplette Ausschreibung  schon bei ladv.de verfügbar. Meldeschluss ist der 22.August 2022. Anschließend wird der Zeitplan erstellt und veröffentlicht. Da es sicherlich weniger potenzielle Startwillige als bei einer DM werden, dürfte sich neben dem Hammerwurf auch der Gewichtwurf auf der Diskuswurf-Anlage problemlos abwickeln lassen. Zumal der zeitliche Rahmen über zwei Wettkampftage recht großzügig gewählt wurde.
Nicht zu vergessen: Thüringen ist immer eine Reise wert, lässt sich die wonnevolle sportliche Betätigung unter Gleichgesinnten mit ein paar Urlaubstagen im von den Temperaturen angenehmeren Frühherbst verquicken.

Bisher haben 37 von 48 Teams ihren Start fürs DAMM-Finale zugesagt

(Darmstadt/Lage/Krefeld, 30. Juli 2022) Informationen sind eine Bringschuld. Das hat allem Anschein nach eingedenk unseres unermüdlichen missionarischen Eifers der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) zumindest hinsichtlich der guten alten Deutschen Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM) mittlerweile verinnerlicht. Mit Zwischenstand vom 27.Juli werden aktualisiert all jene Vereine und Startgemeinschaften schön plakativ bunt in Ampelfarben veröffentlicht, die ihre Zu- oder Absage für das bundesweite Finale der so genannten Team-DM Senioren am 10.September 2022 im Sportzentrum Werreanger in Lage (Ostwestfalen) mit der im DLV-Terminus verlangten „belastbaren Absichtserklärung“ abgegeben respektive Nachrückern die Tür geöffnet haben. Danach sind allein in der M60, W40 und 50 bislang die Felder mit maximal sechs Finalisten komplett. Obschon noch bis spätestens 28.August Zeit ist, sollten die Unentschlossenen möglichst kurzfristig ihre Willenserklärung für dieses oder jenes kundtun. Wenngleich es lediglich noch einen etwaigen Verzichtsprofiteur mit dem LAC Schkeuditz in der M30 gibt, dient die Gesamtzahl aller Beteiligten (bestenfalls 48 von bisher 37 Teams beim 48. Finale) dem örtlichen Ausrichter LG Lage/Detmold/Bad Salzuflen sowie dem Landesverband Westfalen der Planungssicherheit.

Flammender Appell und Plädoyer von Ex-Sprinter Ingo Froböse

(Darmstadt/Köln/Krefeld, 28. Juli 2022) Balsam für die geschundenen Herzen und Seelen passionierter Leichtathleten, die sich häufig für Fußball interessieren und oftmals selber ganz passabel mit diesem Sportgerät umgehen können (prominentestes Beispiel der 72-fache Ex-Nationalspieler Hans-Peter Briegel), dass die Nationalmannschaft der Frauen gestern Abend mit einem 2:1-Erfolg gegen Frankreich ins EM-Finale gegen Gastgeber Großbritannien eingezogen ist.
Das ist zugleich die Überleitung zu einem bekannten und erfolgreichen anderen „Ehemaligen“ aus der für die Deutschen einstigen olympischen Kernsportart. Sportwissenschaftler und Ex-Sprinter Prof. Dr. Ingo Froböse (im Bild), Lampis-Stammbesuchern seit über zehn Jahren bestens vertraut von dessen Rubrik „Sportsch(l)au“ auf unserer Netzseite, meldete sich mit einer Video-Botschaft (mehr ein flammender Appell und Plädoyer) auf Facebook zum WM-Abschneiden des deutschen Leichtathletik-Teams zu Wort. Die kursierte zwar in Weiterverbreitung bereits durch viele sozialen Medien und private WhattsApp-Gruppen, gleichwohl wird sie eben nicht bei all denen angekommen sein, die am „Fluch und Segen“ dieser modernen Kommunikationsmittel nicht teilnehmen. Deshalb haben wir es zu deren Erbauung verlinkt (für den Ton Lautsprecher anklicken). Es lohnt sich, endet allerdings mit einem frommen Wunsch: Denn der DLV-Vorstandsvorsitzende Cheik-Idriss Gonschinska und seine gleichermaßen restlos überforderte
Chefhostess" Annet Stein kleben mit langfristigen Verträgen an ihren Stühlen und werden nicht ihre Hüte nehmen. Zumal ihr latent klammer Dienstherr nicht in der Lage wäre, die Abfindungen in womöglich jeweils sechsstelliger Höhe eines Jahresgehaltes zu bezahlen.