Hammerwerfer Gottfried Gassenbauer warf glänzende 57,56 m

(Wolfsberg/Krefeld, 14. Juli 2014) Parallel zu den Senioren-Meisterschaften hier zu Lande trugen unsere in Sportfreundschaft verbundenen Nachbarn aus der Alpenrepublik Österreich ihre Titelkämpfe in Wolfsberg im schönen Kärnten aus. Das wird die offen ausgeschriebenen Austrian Masters wahrscheinlich ein paar potenzielle Teilnehmer aus dem grenznahen deutschen Raum gekostet haben. Aber alle Termine unter einen Hut zu bringen ist wohl ein schier unmögliches Unterfangen.
Nach der Endloswälzung von heimischen Ergebnislisten habe ich mir das bei den „Ösis“ bei allem Spaß an der Freud’ verkniffen. Dank einer E-Mail von Lampis-Mitglied und Videofilmer Franz Kastenberger bin ich unausweichlich auf ein glänzendes Resultat von Hammerwerfer Gottfried Gassenbauer (M 55; im Bild) aus Wien gestoßen worden. Der Großmeister der punktgenauen Vorbereitung warf mit 57,10 und 57,56m zweimal innerhalb desselben Wettkampfes Saisonbestleistung. Ziehen wir den ungalanten Überkreuzvergleich: Damit hätte mein Sportfreund „Gassi“ auch in Erfurt gewonnen. Allerdings nur mit knapp zehn Metern Vorsprung, derweil es daheim fast 27 Meter waren.
Die Ergebnisliste und das Video sind im Anklickverfahren zu öffnen.

Kugelstoßer Rainer Werking wusste das Bilderätsel zu lösen

(Mayen/Koblenz/Erfurt/Krefeld, 13. Juli 2014) Wohl dem, der aufmerksame, dazu bestens informierte Leser hat, die im Bilde sind und ein ebensolches auch erkennen. Im Sinne von die Abgelichtete eben zu kennen und benennen zu können. Lampis hat. Rainer Werking (im Bild) aus Mayen, als Kugelstoßer gewissermaßen Bruder im Geiste und frisch gebackener Deutscher Meister der M 55, hat den Edelfan in schwarz-rot-goldener Kostümierung ausgemacht. Es handelt sich um keine Geringere als Mittelstrecklerin Lydia Ritter (*1938) vom TuS Rot-Weiß Koblenz, die mehrfache Europa-, Welt- und aktuelle nationale Meisterin über 800 Meter. Bekannt kam sie mir vom Angesicht auch vor, nur namentlich zuordnen konnte ich sie halt nicht. Aber noch eines ist am ritterlichen Entdecker der Ritterin bemerkenswert. Der gute Mann muss von Berufs wegen als Betriebsleiter einer europaweit operierenden Waffelfabrik ständig online sein. Aber offensichtlich hat er auch ein Signal an seinem PC installiert, das ihm irgendetwas Neues auf unserem Internet-Portal von, aber nicht nur für Senioren-Werfer/innen postwendend anzeigt. Denn nur zwei Minuten nach dem Erscheinen des gemeinten Beitrages hatte ich von Rainer eine E-Mail vorliegen. Das hat was, das moderne, mediale Zeitalter. Kann allerdings auch manchmal ein Fluch sein. Doch das ist ein anderes Thema.

EVAA-Präsident Kurt Kaschke gewann mit der Staffel Bronze

(Erfurt/Krefeld, 13. Juli 2014) Wo und in welcher anderen Sportart gibt’s das schon? Die Leichtathletik macht den plakativen Werbeslogan „Hier rennt der Präsident selber“ möglich. Nicht Clemens Prokop vom DLV, sondern sogar der des kontinentalen Senioren-Dachverbandes EVAA. Das hatten wir nach Sichtung der Meldeliste von Baden-Württemberg in unserem Beitrag vom 26. Juni bereits gemutmaßt. Doch war da aus fünf Kandidaten für die 4 x 100-m-Staffel der M 50 des VfL Sindelfingen noch ein Quartett zu schmieden. Er hätte ja auch schon vor dem geviertelten Streckenabschnitt auf der Strecke bleiben können. Blieb er aber nicht. Wobei wir jetzt nicht wissen, ob es eine interne Qualifikation gab oder Hans-Jürgen Burgstahler aus irgendwelchen Gründen ausfiel. Sei’s drum: Kurt Kaschke (*1955) aus Freudenstadt im Schwarzwald stellte sich gestern Abend zu fortgeschrittener Stunde (19.30 Uhr) auf Position eins buchstäblich dem Starter, seine ihm folgenden Klubkameraden Ernst Litau, Reinhard Michelen und Bernhard Grißmer vollendeten nach 51,89 Sekunden unter vier (von ursprünglich sechs) die Lichtschranke passierenden Staffeln als Dritte das Ziel. Davor kamen die StG Weser-Ems (49,08) und die LG Friedberg-Fauerbach (49,94), dahinter die StG Baunatal (52,59) ein. Zwei Staffeln gaben aus nicht überlieferten Gründen unterwegs auf.
Da gratulieren wir doch artig und ehrerbietend mit einem „Herzlichen Glückwünsch, Herr Präsident!“ zur Bronzemedaille. Den drei „Mitläufern“, das leicht miss zu verstehende Wortspiel sei verziehen, selbstverständlich auch.

Ein in schwarz-rot-gold getauchter Edelfan bei der Senioren-DM

(Erfurt/Krefeld, 14. Juli 2014) Ganz ohne „König“ Fußball geht die Chose nicht. Diesen von Kopf bis Fuß in schwarz-rot-gold getauchten Edelfan entdeckte Dieter Krumm vom LAC Quelle Fürth noch vor dem gewonnenen Finale der „Jogi-Bärchen“ in Rio de Janeiro gegen Argentinien (1:0; falls es tatsächlich irgendeine/r noch immer nicht mit bekommen haben sollte) bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften an den vergangenen Tagen im Steigerwaldstadion in Erfurt. Leider ist nicht überliefert, um wen es sich handelt. Jedenfalls schwer vorstellbar, dass die so gründlich patriotisch gewandete Dame eine glühende Anhängerin irgendeines mehr oder weniger bekannten Leichtathleten der Ü-35-Generation sein könnte. Wenn überhaupt, dann von dem kugelstoßenden Lokalhelden Andy Dittmar aus dem nahen Gotha, der nicht nur sein kreisrundes Arbeitsgerät unangespitzt bei formidablen 18,34 m in die rote Asche des Sektors im Kurvensegment bei Start und Ziel rammte, sondern die bedauernswerte Konkurrenz gleich mit. Sei’s drum: Egal wie und für wen, ein netter Blickfang war es allemal.
Was nun mich betrifft, schreibe ich diese Zeilen mit schwarz-rot-goldenen Ringen unter den Augen vom vielen Fernsehen gucken bis die ARD in Brasilien vom Sender ging. Macht aber nix: Wir waren Papst, die Argentinier sind Papst, aber wir sind Fußball-Weltmeister. Auch eine Art von Religion und die bessere, zumeist friedlichere Alternative. Über 30 Millionen Deutsche vor der Glotze und noch einmal ungezählte Millionen beim Rudelgucken können nicht irren.

Jana Müller-Schmidt versüßte Titel mit deutschem Rekord

(Erfurt/Krefeld, 12. Juli 2014) Mit einem Paukenschlag zu relativ vorgerückter Stunde (Beginn 17:15 Uhr) wartete gestern Kugelstoßerin Jana Müller-Schmidt (*1964; im Bild) vom SV Werder Bremen am ersten Tag der Deutschen Senioren-Meisterschaften im Steigerwaldstadion unterhalb der großen Anzeigewand auf. Die Jung-Fünfzigerin, wobei wir nicht wissen, ob sie schon vollendet hat, gelang im  fünften Versuch mit einer Leistungsexplosion der (Glücks-)Stoß vermutlich nahe der Perfektion. Bis dahin aus dem vierten Durchgang schon mit persönlicher Bestleistung von 14,33m (vorher 14,26 m) notiert, zauberte sie blanke 15 Meter aus dem nicht vorhandenen Ärmel. Damit verbesserte das hell strahlende Nordlicht aus der Freien Hansestadt den fast sechs Jahre alten deutschen Rekord (14,94 m) von Helma Teuscher (*1956) vom USV Halle um sechs Zentimeter. Und obendrein auf den Punkt genau mit einer 15 vor dem Komma. Hoffentlich hatte sie bei der Glückssträhne einen Lottoschein dabei. Ginge aber auch heute noch. Sei angefügt, dass in dem staunenden Feld der übrigen neun Mitstreiterinnen die bis dahin fast genau so hoch eingeschätzte Carmen Grell (siehe gestrige Vorschau im „Flurfunk“) von den Sportfreunden Neukieritzsch mit 12,94 m abgeschlagene Zweite wurde.