Ein ziemlich durchwachenes Spezial-Meeting bei Vetters "Reha"-Versuch

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(Offenburg/Annen/Trier/Krefeld, 16. August 2021) Nicht immer halten Ankündigungen in Vorschauen zu Leichtathletik-Sportfesten, was versprochen worden ist. So auch das Speerwurf-Meeting in Offenburg. Bis auf die beiden Erstplatzierten Johannes Vetter und Anderson Peters im Wettbewerb der Männer (siehe auch Kommentar unter Nachrichten), ging es bereits auf Rang drei beim Letten Patriks Gailums mit 79,86m diesseits der 80-m-Meter-Markierung runter. Als Vierter legte Bernhard Seifert vom SC Potsdam gegenüber seinem desolaten Auftritt als 31. und Vorletzter der Qualifikation in Tokio mit 68,30m immerhin 10,20 Meter auf 78,50m zu. Eine Offenbarung war es für den Potsdamer dennoch nicht, der vor zwei Jahren an selber Stelle 89,06m geworfen hat. Wenigstens bewegte er sich in etwa im Rahmen seiner Jahresbestleistung von 81,28m, die ihn eigentlich nicht zu den Olympischen Spielen hätte bringen dürfen. Klägliches Ergebnis spätestens jetzt bekannt.
Es sei eingeräumt, dass wir bei der Konkurrenz der Frauen einer Fehlinterpretation aufgesessen sind. Die bei Olympia ebenfalls gescheiterte große Medaillenhoffnung Kristin Hussong vom LAZ Zweibrücken war nicht gemeldet und folgerichtig fehlte sie im lediglich fünfköpfigen Feld. Der Sieg ging an die Tschechin Nicola Ogrodnikova mit im letzten Versuch erzielten 60,40m. Alle Resultate.

Julia Ritter wurde einmal mehr ihrem Ruf gerecht

Einmal mehr wurde Julia Ritter vom TV Wattenscheid ihrem Ruf als personifizierte Zuverlässigkeit beim 12.Annener Werfertag vorigen Samstag im Wullenstadion in Witten gerecht. Bei der 23-jährigen Blondine ist die 18 vor dem Komma nahezu festzementiert. Diesmal waren es 18,04m, die sie selber so quittierte: „Es hat wieder geklappt: Ein weiterer 18-m-Stoß ist in den Büchern.“ Aber auch ansonsten konnte sich diese einmal mehr prächtig organsierte Veranstaltung mit meisterschaftswürdig präparierten Anlagen sehen lassen. Angefangen bei dem neuen Teilnehmer-Rekord von 124 Aktiven. Nicht zuletzt maßgeblich daran beteiligt waren wettkampfmäßig „unterzuckerte“ Senioren männlich wie weiblich. „Es war ein tolles Wurfmeeting bei herrlichem Wetter, reibungslosem Ablauf und sehr guter Beteiligung mit vielen guten Leistungen. Julia Ritter war natürlich die Krönung, und sehr eindrucksvoll ihr zuzusehen“, zog Sportwartin und Pressesprecherin Christine Wenzel für LAMPIS ein Kurzresümee. Den großen Rest überantworten wir für die vielen Freunde der Statistik zum Stöbern in der verlinkten Online-Ergebnisliste. Sicherlich mit größerem Wiedererkennungswert mancher Sportkameraden beiderlei Geschlechts.
Da wir ein wenig der Musik hinterherlaufen, wollen wir es so auch beim ebenfalls von der Ü30-Generation stark frequentierten Sommerwerfen des TV Germania Trier im dortigen Moselstadion handhaben. Siehe Link.