Rätselraten um Diskuswurf-Auftritt von Christina Schwanitz

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(Großolbersdorf/Wendelstein/Weinstadt/Brandenburg a.d.H./Krefeld, 05. September 2021) Jene, die schon ungeduldig mit den Hufen scharren, was die in Tokio vom Olymp gestürzte einstige Weltklasse-Kugelstoßerin Christina Schwanitz (*1985) vom LV 90 Erzgebirge bei ihrem neuerlich angekündigten Ausflug zum Diskuswurf zustande gebracht hat, die müssen wir bitter enttäuschen. Unsererseits unverschuldet. Denn die Ergebnisse vom gestrigen 22. Werfer- und Springertag in Großolbersdorf (Sachsen) waren bei Online-Stellung dieses Beitrags noch nicht veröffentlicht. Mitunter scheint eine zügige Ergebnisübermittlung an Hexerei zu grenzen. Überhaupt ist der Internet-Auftritt des LV Sachsen ausgesprochen dürftig. Selber hat Schwanitz in ihrem großen Mitteilungsbedürfnis ihren 4.731 Abonnenten auf Facebook auch noch nichts „gepostet“. Weshalb auch immer? Also geht das Rätselraten erst mal weiter, ohne hier übermäßige Spannung erzeugen zu wollen. Aber insofern interessant, als sie um Schätzungen ihrer Leistung gebeten hatte (wir berichteten).

DAMM: Corona hat an der Form und Motivation genagt
 
Beziehen wir uns also darauf, was bekannt ist. Die Bayern sind von der schnelleren Eingreiftruppe, haben die Resultate vom Bayrischen Landesfinale in der Deutschen Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaft (DAMM) gestern in Wendelstein bereits sehr zeitnah ins Netz gestellt. Wie freilich vorher absehbar, ging es dort sportlich an Klasse und Masse mit lediglich vier Teams, darunter ein Gast vom Nordrhein, sehr übersichtlich zu. Corona hat sichtlich an der Form und Motivation der Ü30-Generation genagt. Hinzu kommt, dass seit dem letzten DAMM-Geschehen in 2019 zwei Jahre ins seit März 2020 verseuchte Land gegangen sind und das es meist zur „Blutauffrischung“ keine Nachrücker gibt. Besonders augenfällig bei der gastierenden M70 der Stg Hünxe-Bedburg-Duisburg. Mit dem 82-jährigen Heinrich Wolters kam der „Stubenälteste“ mit 27,06m im Diskuswurf in die Wertung, war zudem Startläufer der 4x100-m-Staffel.

Für Klaus-Dieter Friese endete der 3.000m-Lauf im Krankenhaus

Das damalige Duell auf Augenhöhe um Silber beim Finale der Team-DM Ende September 2019 in München mit der Stg LAC Quelle Masters Bayern (7.145 zu 7.108 für LAC) endete diesmal klar mit unterbelichteten 6.965 zu 6.596 Punkten (übrigens dieselben Zahlen) zugunsten der Hausherren. Und wenn man schon kein Glück hat, kommt bisweilen noch Pech hinzu. Klaus-Dieter Friese (*1941) aus Hünxe stürzte 100 Meter vor dem Ziel des 3.000-m-Laufes aufs Gesicht, rappelte sich wieder auf, musste sich jedoch anschließend in stationäre Behandlung begeben. Nach zahlreichen Untersuchungen mit der Diagnose, dass er keinen Bruch davontrug, konnte der 80-Jährige heute Morgen um 01.30 Uhr das Krankenhaus wieder verlassen und gemeinsam mit seinen Sportkameraden nach dem Frühstück die rund 480 km lange Heimreise antreten. Dieses unliebsame Ereignis hat die Freude dieser gemixten Sport-, Jux- und Gaudi-Partie der sieben Nordrheiner mit dem abschließenden Bayrischen Abend im „Hexenhäusle“ in Fürth zwangsläufig gehörig getrübt. Von wegen feiern bis der Arzt kommt.

„Highländer“ Andreas Deuschle beim Vorauftakt BW-Meister mit der Kugel

Noch unvollendet am Ufer stehen an diesem Wochenende die jeweils zweitägigen Baden-Württembergischen Senioren-Meisterschaften in Weinstadt und die Norddeutschen Senioren-Meisterschaften in Brandenburg an der Havel (siehe Ergebnisse vom ersten Tag). Vorab haben wir aus Weinstadt erfahren, dass Andreas Deuschle (*1968) von der TG Nürtingen mit 14,85m den Titel im Kugelstoßen der M50 gewonnen hat. Heute startet er bei den 12.Highland Games in seiner Heimatstadt (LAMPIS berichtete) als großer Favorit bei den Masters 50. In dieser Klasse erstmals mit von der Partie sein Freund (sie nennen sich scherzhaft Zwillingsbrüder) und DLV-Senioren-Sprecher Heiko Wendorf (*1970) vom LV Eisenach in Thüringen.