Lothar Huchthausen hoher Favorit auf alle vier Titel

(Magdeburg/Krefeld, 10. Mai 2014) Obwohl bei 20 regionalen Verbänden schnell der Über- und Durchblick abhanden kommen kann, unterstellen wir jetzt einfach mal schlankweg, dass die Sachsen-Anhaltiner heute und morgen auf der Sportanlage Neuer Sülzeweg in Magdeburg den Reigen der Landesmeisterschaften der Senioren/innen eröffnen. Bei diesen zweitägigen Titelkämpfen stehen alle vier klassischen Wurf-Disziplinen auf dem Programm. Aufgepasst! Der gastgebende LVSA reagierte auf die teilweise geringen Meldezahlen mit Zusammenlegungen und demzufolge entsprechenden Zeitplan-Änderungen. Auch im Kugelstoßen und Diskuswurf!
Bekanntester P
rotagonist aus unserer Handwerkszunft ist der mit internationalen Weihen ausgestattete Wurf-Allrounder Lothar Huchthausen (*1935) von der LG Altmark, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit alle vier Wettbewerbe mit Kugel, Diskus, Speer und Hammer für sich entscheiden wird. Mit dem Diskus kann er dem als Alleinunterhalter, einen gültigen Versuch vorausgesetzt, nicht entgehen.
Noch ein Stilblü
te aus dem Bereich Märchen und Sagen: Emil Bölling (*1930) von der LG Merseburg taucht im Kugelstoßen der M 80 mit einer Meldeleistung von 26,69 m – in Worten: sechsundzwanzigneunundsechzig – auf. Der Superlativ für diese (Fantasie-)Weite müsste erst noch erfunden werden. – Hier geht es zur vollständigen Teilnehmerliste.       

BLV-Endkampf bietet einen ersten Vergleich mit NRW

(Dinkelsbühl/Krefeld, 09. Mai 2014) Gut zu wissen, dass zumindest die Bayern die Tradition hochhalten und sich einen Teufel um Modebegriffe des DLV scheren. Bei ihnen heißt die gute alte DAMM eben noch genau so. Basta! Nachzulesen unter dem Arbeitstitel "Offener BLV DAMM Endkampf", der morgen im mittelfränkischen Dinkelsbühl auf der Sportanlage an der alten Promenade ausgetragen wird. 14 Vereine oder Startgemeinschaften bewerben sich in sechs von zehn möglichen Klassen um die Titel. Für das „Offener“, allerdings außerhalb der Meisterschaftswertung, stehen die LG BEC aus Hessen in der M 70 und der LAC Degerloch aus Württemberg in der W 50. Buchstäblich konkurrenzlos ist das von Experte Dieter Krumm aus Fürth als sehr stark eingeschätzte W-40-Team der StG Mittel-Unterfranken (siehe Beitrag vom 07. Mai). Ansonsten gibt es minimum zwei (Titel-)Bewerber, in der M 70 mit vier die meisten. Wenngleich nicht durchgängig, da weniger Altersklassen (AK) besetzt sind, wird sich zudem zeigen, was die Ergebnisse beim NRW-Team-Endkampf am 01. Mai in Frechen wert sind.
Die jeweils prominentesten Aktiven kommen mit Ingrid Meier (*1947) und Klaus Wucherer (*1944), beide vom LAC Quelle Fürth, aus dem Sprintbereich. Sie müssen allerdings mangels Teams in der eigenen AK in die W 50 respektive M 60 runterstarten. Schauen wir mal, ob die Leistung auch eine Etage tiefer für die Wertung reicht. – Die kompletten Teilnehmerlisten unter diesem Link.

Neu "verunstaltete" Team-DM Senioren als Zankapfel

(Fürth/Krefeld, 07. Mai 2014) Noch handelt es sich nur um
ein – allerdings bereits beschlossenes – Hirngespinst der Verantwortlichen des DLV, ist die neue Team-DM der Senioren (bisher DAMM) als Zankapfel der Leichtathletik in aller Munde. Mit nahezu einhelligem, ablehnendem Tenor. Dabei geht es nicht allein, aber auch um die vielen so genannten vorqualifizierten Mannschaften für das Finale am 06. September 2014 in Essen, die schon in der aktuellen Ausschreibung genannt sind.
In der W30/35 sind das die StG Mittel-Unterfranken und die DJK BW Annen. Die Mädels der StG  kenne ich alle
persönlich, ihre jüngste Athletin ist Martina Greithanner vom Jahrgang 1974. Martina dürfte auch in der W40, der sie seit diesem Jahr angehört, von keiner Konkurrentin beim Kugelstoß oder Diskuswurf zu schlagen sein. Ohne ihre momentan verletzte „Doppelspitze“ wird die Startgemeinschaft am Wochenende beim Offenen BLV-DAMM-Endkampf in Dinkelsbühl antreten und sich mit großer Wahrscheinlichkeit für das Finalfeld in Essen qualifizieren. Dann mit Martina werden sie auf jeden Fall nicht in der W30/35 an den Start gehen, sondern als haushoher Favorit in der W40/45.

Vorabqualifikation als Trittbrettfahrt ohne Ticket

Die gewerteten Team-Mitglieder aus Annen gehörten 2013 bereits der W40 an, sind aber trotzdem in der damalige
n W35 angetreten. Und das aus dem ganz einfachen Grund, hätten sie doch in der W40  nie und nimmer die „Quali“ zur Endkampfteilnahme in Hamburg erreicht. Beim NRW-Team-Endkampf am 01. Mai 2014 in Frechen sind sie ausschließlich mit Damen jenseits der Vierzig (die jüngste Athletin ist vom Jahrgang 1971) dennoch in der W30/35 gestartet. Mit den dort gebotenen Leistungen hätte Annen in der W40 nur 5.589 Punkte gesammelt. Das war letztes Jahr ungefähr Platz zehn in der Rangliste. Nunmehr sind sie jedoch von 2013 her vorqualifiziert und können in Essen in der W30/35 starten, obwohl sie vom Leistungsvermögen her den Endkampf in der W40 nie und nimmer schaffen würden. Gewissermaßen eine Trittbrettfahrt ohne gelöstes Ticket.
Bei den Bayerischen Einzelmeisterschaften der Senioren darf man nicht aus der M60 in die M55 oder  der W40 in die W35 runtermelden. Das ist nicht gestattet. Es muss in der Klasse gestartet werden, der man(n)/frau tatsächlich angehört. Eine Ausnahme davon gibt es nur, wenn eine Disziplin in der eigenen Altersklasse (AK) nicht angeboten wird. So hat es beispielsweise Guido Müller (*1938) vom TSV Vaterstetten über 300 m Hürden praktiziert, wenn diese Disziplin in seiner AK nicht ausgeschrieben war.


Auf freies Geleit wird verzichtet

Die W40 des LAC Quelle Fürth ist als Titelverteidiger von Hamburg nach dem neuen Modus für die September-Festspiele in der Ruhr-Metropole gesetzt. Durch den Vereinswechsel von Leistungsträgerin Urte Alisch und den verletzungsbedingten Ausfall der einzigen noch der W40 angehörigen Grit Hammer (sie hat Lebensbestleistungen von 20,78 m mit der Kugel und über 66 Meter mit dem Diskus) werden wir bereits am Samstag in Dinkelsbühl mit den Damen in der W50 starten.
Den Kommentaren auf Lampis zu dieser Thematik ist zuzustimmen, dass es ausgemachter Schwachsinn ist „Wildcard’s“ zu vergeben, wie der ganze TEAM-Wettbewerb mit Joker und Streichergebnis. Es kommt ja noch hinzu, dass die 4 x100-m-Staffel nur mit der einfachen Punktzahl von maximal 15 bewertet wird. Aus diesem Grund wird selbst die Mannschaft mit der nominell schnellsten Staffel dort nicht ihren Joker setzen.
Diese komplett verworrene Gemengelage ist nur einzig und allein dem völligen Unvermögen der zuständigen DLV-Funktionäre zuzuschreiben.

Anmerkung der Redaktion zur Person: Dieter Krumm (*1952) ist in der DAMM- und Werferszene bekannt wie ein bunter Hund. Der 62-Jährige betreut seit 1992 zwei bis drei Mannschaften vom LAC als Team-Manager, startet dazu in der jeweiligen Altersklasse selber als „Playing Captain“ im Kugelstoßen und Hochsprung. Darüber hinaus machte er sich von der Stunde Null an als Chef-Organisator des 2014 zum 25. Mal ausgetragenen, inzwischen legendären Senioren-Hallensportfestes in Fürth einen Namen.   

 

Ein rhetorischer Blumenstrauß, gebunden von Alwin J.Wagner

(Krefeld, 08. Mai 2014) Kein (Sport-)Journalist geht mit dem erklärten Vorhaben an seine Arbeit, um bei den veröffentlichten Ergebnissen seines Werkens ständig sinnbildliches Schulter klopfen der verehrten Leserschaft einzuheimsen. Die Mechanismen dieses Wechselspieles sind ohnehin so gelagert, dass Einklang in der Sichtweise höchst selten verlautbarte Zustimmung auslöst. Anders herum setzt sich ein Leser schon einmal eher hin, seine gegensätzliche Meinung kund zu tun. So lange er mit seinem Namen dafür gerade steht, ist das auch völlig in Ordnung, manchmal  bei klassischen Streitthemen sogar erwünscht. Eine schwer zu ertragende Spezies sind indes feige, anonyme Zeitgenossen, die sich zu allem sowie jedem berufen fühlen und in irgendwelchen Foren unter Pseudonymen oder Fantasienamen hinterhältig durch die Hecke schießen. Auch oder gerade in der Leichtathletik sind manche Alles- und Besserwisser gut getarnt unterwegs, dabei häufig unterhalb der Gürtellinie zielend.
Da es eben generell, nicht nur in diesem konkreten Falle eher selten ist, wollen wir unseren Mitgliedern, Stammbesuchern und Gelegenheitsgästen den rhetorischen Blumenstrauß nicht vorenthalten, der meinem langjährigen Kollegen und Lampis-Mitgründer gestern gewidmet wurde: „
Axel Hermanns, ein profunder Kenner der Leichtathletik-Szene, kompetent, mit hellwachem, analytischem Verstand, kreativ und kritisch, der natürlich auch polarisiert, veröffentlichte in lampis.net einen Bericht, dem ich nichts mehr hinzufügen möchte.“ Es folgt die Verlinkung zu unserem Beitrag „Preisgeld-Rekord bei den Wagner-Festspielen“.
Die Zeilen stammen vom ehemaligen Weltklasse-Diskuswerfer Alwin J.Wagner, stehen auf Facebook, mithin zumindest theoretisch für ein millionenfaches Auditorium zugänglich. Okay, es ist nicht mit dem Hanns-Joachim-Friedrich-Preis vergleichbar. Was Axel nicht daran hinderte, sich darüber zu freuen und mich, es auch an dieser Stelle öffentlich zu machen. Nun soll freilich nicht verschwiegen werden, dass sich Alwin und Axel seit den späten 1960er Jahren kennen und schätzen. Was der Sache insofern noch Gewicht verleiht, da sie als Brüder im Geiste nicht zu Lobhudeleien irgendwelcher Art neigen und aus ihren Herzen keine Mördergruben zu machen pflegen.

Preisgeld-Rekord bei den "Wagner-Festspielen"

(Melsungen/Krefeld, 06. Mai 2014) Als Wagner-Festspiele der besonderen Art avancierte diese Veranstaltung in wenigen Jahren bundesweit zu einem Markenzeichen. Prädikat: Sehr empfehlenswert! Der Chronist, einmal als Aktiver und Berichterstatter in Personalunion live dabei, schwärmt heute noch von dem einzigartigen Fluidum für einen lupenreinen Amateur, der landläufig seinen Sport unter – ungewolltem – Ausschluss der Öffentlichkeit ausübt. Gemeint ist das vom ehemaligen Weltklasse-Diskuswerfer Alwin J.Wagner professionell aufgezogene Kugelstoß-Meeting um den Dr. Friedrich Stracke-Pokal an Muttertag im nordhessischen Melsungen nahe Kassel, das bis 600 Zuschauer anlockte, die für eine stimmungsvolle, begeistert mitgehende Kulisse sorgten. Insbesondere beim an- und abschließenden „Shot out“ im K.o.-System um erkleckliche Preisgelder.
Der Topf für die sechste Auflage am kommenden Sonntag ist/wäre so prall gefüllt wie nie zuvor. Alwin hat beim Klinkenputzen bei Handel, Handwerk und Gewerbe rund 5.000 Euro locker gemacht. Allein 1.000 Euro stiftete die örtliche Kreissparkasse, die 175-jähriges Jubiläum feiert. Doch nun kommt die schlechte Nachricht: Das bühnenreife Spektakel fällt aus. Mang
els Masse und vor allem Klasse an Teilnehmern. Und das, obwohl unser VIP-Mitglied die meisten der bisherigen Hochkaräter und Sieger der Vorjahre wie Tobias Dahm (Sindelfingen), Tobias Hepperle (Stuttgart), Andy Dittmar (Gotha) persönlich angesprochen und denen es unabhängig vom schönen Zubrot stets gefallen hat. „Das konnte ich den Sponsoren nicht verkaufen, dass ich für Leute der Kategorie von neun bis 16 Meter 100 bis 1.000 Euro von Platz zehn bis eins ausschütte“, drückte der 63-jährige im heutigen Telefongespräch mit Lampis sein Bedauern über die Absage aus.
Schade, sehr schade! Wobei es nicht das endgültige Aus ist, Alwin einen neuen, hoffentlich von Erfolg gekrönten Versuch am Muttertag 2015 unternimmt. Leicht zu merken und vorzumerken. Als Werbe-Lokomotive sind wir jedenfalls dabei, wenn wir rechtzeitig informiert werden. Versprochen!