NRW-Rahmenterminplan 2022 mit lediglich einem fixen Schauplatz

(Duisburg/Krefeld, 04. November 2021) Beim nicht täglich durchgeführten virtuellen Rundgang durch die relevanten einschlägigen offiziellen Mitteilungsorgane habe ich auf der Netzseite des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein (LVN) mit Sitz in Duisburg den Rahmenterminplan 2022 (Stand 29.Oktober 2021) entdeckt. Nicht gerade ein Muster ohne Wert, aber vermutlich wie bei der Bekanntgabe der Lottozahlen ohne Gewähr. Selbst dort, wo nicht nur der Termin, sondern schon der Schauplatz ausgewiesen ist. Denn die bereits über uns rollende vierte Corona-Welle verzeichnete gestern mit 34.000 Neuinfektionen ein neues Allzeit-Hoch und droht womöglich noch einiges wegzufegen.
Doch halten wir uns für die Ü30-Generation zunächst mal an die vorliegenden Fakten. Die (offenen?) NRW-Hallenmeisterschaften sind zur Entkrampfung der Starterfelder diesmal für zwei Tage am 08. Und 09.Januar 2022 ausgeschrieben. Das NRW-Teamfinale, bekannter unter DAMM, ist für den 08. oder alternativ 15.Mai vorgesehen, hat aber noch keinen Schauplatz, mithin örtlichen Ausrichter. Diese Krux stellt sich auch beim Rest vom Fest dar. Als da wäre: 30./31.Mai LVN-Meisterschaften; NRW-Winterwurf-Meisterschaften gar noch ohne Datum.
Allerdings ist anzumerken, dass die Termintagungen der vier LVN-Regionen Südwest, Nord, Mitte und Südost mit den jeweiligen Vertretern der veranstaltungswilligen Vereine turnusmäßig erst in den nächsten Tagen stattfinden werden.
So Termine und Austragungsorte für das kommende Jahr feststehen, werden wir das, selbstverständlich auch bei anderen Regional- und Landesverbänden, sukzessive in unser Fenster Veranstaltungen aufnehmen.

Weltmännertag dient der Bewusstseinsschärfung zur Gesundheit

(Krefeld und die weite Welt, 03. November 2021) Männer. - Sänger, Komponist und Poet Herbert Grönemeyer aus Bochum hat der vermeintlichen Krone der Schöpfung bereits 1984 unter diesem Titel eine Lobeshymne gewidmet. Die ersten vier Textzeilen zum Mitlesen und unter folgender Verlinkung zum Mithören:
Männer nehm'n in den Arm
Männer geben Geborgenheit
Männer weinen heimlich
Männer brauchen viel Zärtlichkeit
Da wisst ihr Bescheid, liebe Mädels jeden Alters. Besonders gerne auch Ehefrauen, Töchter und Lebensabschnittsgefährtinnen. Und weshalb das hier und jetzt? Ganz einfach: Heute ist Weltmännertag. Allerdings hat der einen Pferdefuß. Er dient nämlich nicht der (verdienten) Huldigung, Lobpreisung und Heldenverehrung des männlichen Geschlechts. Er ist relativ profan und dennoch eminent wichtig ein Aktionstag zur Männergesundheit, der wiederkehrend seit 03.November 2000 zu diesem Datum begangen wird und von Andrologen der Universität Wien ins Leben gerufen worden ist.

Michael Gorbatschow ist der Schirmherr und inzwischen leuchtendes Vorbild

Dieser Tag soll nach Aussage des Schirmherrn Michael Gorbatschow (*02.03.1931) das Bewusstsein der Männer im gesundheitlichen Bereich schärfen. Überwältigend viel hat sich seither allem Anschein nicht getan. Die weltweite durchschnittliche Lebenserwartung des Mannes (70,6 Jahre) liegt immer noch deutlich unter jener der Frauen (75,0). Hierzulande bezogen auf 2020 bei 78,9 zu 83,6 Jahre.
Also, geschätzte Geschlechtsgenossen: Gesundheitsvorsorge ist besser und lebensverlängernder als heilen. Wer’s diesbezüglich nötig hat, suche mal wieder den Arzt seines Vertrauens auf. Der ehemalige sowjetische Staatspräsident und Friedensnobelpreisträger Gorbatschow hat es offensichtlich verinnerlicht, wurde im März Neunzig.

Werfer-Urgestein Johann Stein nunmehr ein echter Siebziger

(Hagen//Krefeld, 01. November 2021) Glücklicherweise gibt es im heute begonnenen gemeinhin trist-trüben November auch noch persönliche Feiertage von Leichtathleten. Naturgemäß können wir sie nicht alle kennen und mithin benennen. Einige schon. Den Anfang macht das für den TV 04 Werther startende Werfer-Urgestein Johann Stein (*01.11.1951; im Bild) aus Hagen in Westfalen. Wie es das Geburtsdatum bereits verheißt, schreibt dieses vom Namen her harte, gestandene Mannsbild heute die siebte Null, vollendet das 70.Lebensjahr. Der von Allen Seatory aus Hilden trainierte Drehstoßer und Diskuswerfer sammelte etliche deutsche Meistertitel bei den Senioren, hauptsächlich mit dem Diskus. Legendär sind hier seine vielen Duelle mit dem ein Jahr älteren, aus dem FC Bayer 05 Uerdingen unter Trainer-Ikone Norbert Pixken hervorgegangenen Gerd Sieben (jetzt ASC 09 Dortmund) mit wechselndem Ausgang.

Ein legendäres DM-Duell von 2011 auf hohem Niveau

Obwohl schon zehn Jahre her, ist mir der live betrachtete friedliche Schlagabtausch auf hohem Niveau mit der 1-Kilo-Scheibe von den Deutschen Senioren-Meisterschaften II 2011 im Weserstadion in Minden bei der M60 noch bestens in Erinnerung. Bei den Weiten habe ich mich allerdings pflichtgemäß vergewissert. Johann legte alle sechs Versuche praktisch auf einem Bierdeckel jenseits der 50-Meter-Marke ab, schlug den favorisierten damaligen Bestenlisten-Ersten (52,43m) Gerd Sieben letztlich relativ deutlich mit 51,33 zu 50,18m. Auch die weitere Reihenfolge zeugt in Spitze und Breite von der Klasse des Wettbewerbs, von der man heutzutage nicht mal mehr zu träumen wagt: 3.Georg Ortloff (LAC Quelle Fürth) 49,12m, 4.Hansruedi Staeheli (CH/LG Radolfzell) 48,80m, 5.Klaus Kynast (ASC 09 Dortmund) 47,29m, 6.Ralf Unger (TuS 1889 Buir) 45,71m.
Zum Vergleich: Der bislang letzte nationale Freiluft-Meister dieser Altersklasse von 2019 in Leinefeld-Worbis (bei der Senioren-DM 2021 in Baunatal stand Diskus in einem Willkürakt nicht auf dem Programm) warf 46,92, der Sechste 39,37m. Die Jahresbestenliste 2021 der M60 wird mit 47,16m angeführt. Das reichte anno 2011 mal grade zu Rang elf.
Die Teilnehmer der NRW-Senioren-Winterwurfmeisterschaften am kommenden Sonntag im Arena Sportpark in Düsseldorf haben Gelegenheit dem dort startenden Jubilar ein wenig nachträglich zum Wiegenfest zu gratulieren. Unsererseits haben wir es mit dieser kleinen Laudatio zeitgerecht verwirklicht.
Übrigens feiert der Kugelstoß-Olympiasieger von 1988 in Seoul (Südkorea) heute ebenfalls Geburtstag: Ulf Timmermann vom Jahrgang 1962 ist 59 geworden.

Prof.Dr. Ingo Froböse: "Sportmangel bedroht das Gesundheitswesen"

(Köln/Düsseldorf/Krefeld, 02. November 2021) Bonjour Tristesse! Eigenglich wäre es geboten, zum „November-Blues“ eine – um im sprachlichen Bilde zu bleiben – fröhlichere Musik zu spielen. Aber woher nehmen und nicht stehlen? Egal wohin die Augen sehen und Ohren hören werden wir in den Medien mit negativen Nachrichten erschlagen. Und bei all dem handeln viele Mitbürger auf die apokalyptische Seuche der Menschheit bezogen nach der Devise als würde es kein Corona und Morgen mehr geben. Die Disziplin lässt allenthalben und allerorten merklich nach. Das habe ich am eigenen Leibe im Fitnessstudio meiner Wahl erfahren, in das ich erst seit einigen Wochen wieder gegangen bin. Obwohl dort selbstverständlich peinlich genaue Hygieneregeln herrschen, die bis auf die Einlasskontrolle (3G) aber auf dem großen Areal nicht flächendeckend und stetig vom Personal überwacht werden können, halten sich gefühlt 50 Prozent der Trainierenden nicht daran. Also ziehe ich mich zum Fitnesstraining notgedrungen wieder in meine hauseigene, glücklicherweise beheizbare kleine „Folterkammer“ im Keller zurück. Halt unter eingeschränkten Möglichkeiten.

Körperliche und seelische Gleichgewicht wird beeinträchtigt

Abgesehen davon bedroht ganz allgemein gesehen Sportmangel das körperliche und seelische Wohlbefinden der Bevölkerung. Das hat erst kürzlich der unseren Stammbesuchern bestens bekannte Sport- und Ernährungswissenschaftler Prof.Dr.Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln in einem halbseitigen, bebilderten Gastbeitrag in der in Düsseldorf erscheinenden Rheinischen Post beschrieben (steht leider nicht in Gänze online zur Verfügung). Der 64-jährige Ex-Sprinter der deutschen Spitzenklasse kommt zu dem Schluss, „dass durch die Reduktion der körperlichen Aktivitäten in den letzten zwei Jahren das Gesundheitswesen bis 2030 an seine Grenzen kommen wird“.
Unterdessen ist eine baldige Besserung bei dem aktuellen Infektionsgeschehen nicht zu erwarten.

Heutiger Reformationstag läutet die November-Tristesse ein

Kolumne

Das Wort am Sonntag

(Wittenberg/Krefeld, 31. Oktober 2021)
Mal „Halloween“ ausgenommen, den aus den USA zu uns herübergeschwappten Schnickschnack, den niemand mitmachen muss und bei steigenden Infektionszahlen auch nicht sollte, ist heute hochoffiziell Reformationstag. Der wird von evangelischen Christen hierzulande und in Österreich zum Gedenken an Mönch, Theologie-Professor und Reformator Martin Luther gefeiert, der 1517 seine 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg  in Sachsen-Anhalt geschlagen haben soll. Lesen, noch weniger verstehen werden es nicht viele gekonnt haben, da sie in lateinscher Sprache gehalten waren. Unsererseits bleiben wir bei Deutsch. Von meinem „Kleinen Latinum“ ist eh nicht viel übrig geblieben. Kostproben werde ich jedoch zur Schonung der geschätzten Stammbesucher und Gelegenheitsgäste nicht abliefern, sie tun zudem nicht zur Sache.
Allerdings macht der Klartext in verständlicher deutscher Sprache die Botschaften eher schlechter als besser. Denn der heutige Tag läutet gewissermaßen die November-Tristesse ein mit Allerheiligen (01.11.), Allerseelen (02.11.), Volkstrauertag (14.11.), Buß- und Bettag (17.11.) und Totensonntag (21.11.). Ein wenig aufgelockert durch Sankt Martin (11.11.), zugleich bekannt als Karnevalserwachen mit dem Elften im Elften. Und nicht zu vergessen den 1.Advent (28.11.), an dem ein Hoffnung verbreitendes erstes Lichtlein brennt und die Vor-Weihnachtszeit einleitet.

World Masters Games abermals verschoben

Globetrotter unter den Senioren-Sportler/innen, mithin nicht zuletzt der Leichtathletik, müssen abermals vertröstet werden, Die bereits auf den 12. bis 29.Mai 2022 verschobenen World Masters Games 2021 im japanischen Kansai (wir berichteten) müssen auf einen momentan noch nicht bestimmten Zeitpunkt verlegt werden. Möglicherweise in den Herbst 2022 hinein. Dies teilte das Organisationskomitee jüngst auf der Veranstalter-Netzseite imga.ch mit. Schuld daran ist, was sonst, das anhaltend ungünstige Infektionsgeschehen im Land der aufgehenden Sonne. Das muss wahrscheinlich bald in „untergehenden“ umgetitelt werden. Doch machen wir uns kein X für ein U vor: Bei uns drohen auf alle möglichen Gebieten ähnliche Szenarien. Die nächste Welle rollt bereits über uns hinweg. Das gelobte Bundesland der Senioren-Leichtathletik Thüringen hat aktuell einen Inzidenzwert von 288. Wenngleich noch nicht offiziell durch Bewerbungen manifestiert und der vom wie eine Behörde geführten Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) in Darmstadt geforderten „Belastbaren Absichtserklärung“ hinterlegt, stehen/stünden dort drei der fünf großen nationalen Senioren-Meisterschaften 2022 in den Startlöchern.

Es gibt immer noch zu viele Impfverweigerer

Und da es nun einmal in die vermeintlich „Herrlichste Nebensache der Welt“ hineinspielt, muss ich notgedrungen noch ein bisschen politisch werden: Es ist auf Sicht keine wesentliche Besserung im Hinblick auf eine Herdenimmunität in Sicht. Losgelöst von einem prominenten Impfverweigerer wie dem kickenden Vorzeigeprofi Joshua Kimmich vom FC Bayern München, gibt es von der Sorte schlechterdings viel zu viele. Ja, klar, jede/r ist bei den hohen Werten unserer Demokratie und unseres weltweit gelobten, beneideten Grundgesetzes (Artikel 1: Die Würde des Menschen ist unantastbar) seines (Un-)Glückes Schmied. Aber es gibt auch noch einen Verantwortung seinen Mitbürgern gegenüber. Womöglich den eigenen Freunden, Bekannten und Verwandten. Wer sich angesprochen fühlen muss: Einfach in einer stillen Stunde, und davon gibt es demnächst reichlich, noch mal drüber nachdenken. Denn: Nach fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen sind die etwaigen Nebenwirkungen zu vernachlässigen und auch keine Langzeitschäden zu befürchten.
Kleiner Mutmacher aus meiner eigenen verbrieften Erfahrung: Als fortgeschrittenes Modell vom Jahrgang 1944 Spätlese bin ich seit Corona gegen Pneumokokken, zweimal gegen Grippe und zweimal gegen COVID-19 mit keinerlei Begleiterscheinungen geimpft. Und wie selbstverständlich werde ich mir am 09.November als Drittes die „Booster“-Impfung gegen diese vermaledeite Seuche verabreichen lassen. Noch eine Weisheit für alle Lebenslagen, die nicht von mir stammt, aber trotzdem stimmt: Für Optimismus gibt es keine Alternative!
In diesem Sinne einen schönen Sonntag, eine geschmeidige 44. Kalenderwoche und lasst euch alle miteinander nicht vom November-Blues heimsuchen!