Speerwurf-Olympiasieger Klaus Wolfermann wird heute 75

(Penzberg/Krefeld, 31. März 2021) Freud‘ und Leid, diesmal umgekehrt, liegen oftmals dicht beisammen. Zwei Leichtathleten aus der Abteilung Schwerathletik,die sich aus ungezählten gemeinsamen – wenngleich in unterschiedlichen Disziplinen – Sportfesten, Länderkämpfen, Lehrgängen und Trainingsaufenthalten sehr gut gekannt haben und auch in unterschiedlichen Rollen bei den Olympischen Spielen 1972 begegneten, stehen für das eingangs erwähnte geflügelte Wort Pate: Kugelstoß-Hüne Ferdinand „Fred“ Schladen ist Montag verstorben, und der mit 1,76m vergleichsweise kleine Speerwurf-Olympiasieger Klaus Wolfermann (*31.03.1946 in Altdorf bei Nürnberg) feiert heute in Penzberg nahe dem Starnberger See die Vollendung des Dreivierteljahrhunderts. Kurzum: er wird dem Frühling angemessen 75 Lenze jung.
Das lässt sich bei beim 91-jährigen Werfer-Urgestein Richard Rzehak, der ein Turnbruder von Wolfermanns verstorbenem Vater war, mit Fug und Recht konstatieren. „König“ Richard gehörte zu morgendlicher Stunde zu einem der vielen Gratulanten, die wohl auch weiterhin die imaginären Telefondrähte glühen lassen. Viel mehr geht eben auch in den Zeiten von Corona nicht, muss die große Sause ausfallen. Wenigstens die war Schladen zu seinem „Achtzigsten“ noch gegönnt.
Mehr zum aktuellen Jubilar in einer großen, unter anderem in der Süddeutschen Zeitung erschienenen Laudatio der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Große Deutschland ließ sich von kleinen Nationen den Rang ablaufen

(Langenzenn/Darmstadt/Krefeld, 10. März 2021) Begeben wir uns dank freundlicher Genehmigung unseres gelegentlichen Gastautoren und DAMM-Experten Dieter Krumm (im Bild) aus Langenzenn mit unserem Klatsch- und Tratsch-Fenster „Flurfunk“ ein bisschen im Stile der Regenbogenpresse auf den Boulevard. Der aktive 69-jährige Leichtathlet und engagierte Team-Manager vom LAC Quelle Fürth hat uns die Freigabe dieser Veröffentlichung seiner E-Mail vom 08.März, 11:55 Uhr, an Präsident Jürgen Kessing und das DLV-Generalsekretariat mit angehängtem Medaillenspiegel der EM erteilt. Dieser elektronische Brief ging in CC auch zur Kenntnis an den engsten Kreis der Sportfreunde von Krumm.

Sehr geehrte Herren,

bei den vergangenen Hallen-Europameisterschaften in Torun gab es in einigen Disziplinen durchaus gute Leistungen von deutschen Athleten. Wenn man sich aber den von den Funktionären so viel beachteten Medaillenspiegel anschaut, kann man schon nachdenklich werden. Unter 22 Ländern im Medaillenspiegel den 16.Platz zu belegen, ist für das mit 83,02 Millionen Einwohnern zählende Deutschland eigentlich ein Armutszeugnis.
Drei kleine Länder wie Portugal (10,26 Millionen Einwohner), Belgien (11,46 Millionen) und die Niederlande (17,28 Millionen) stehen im Medaillenspiegel ganz vorne dran. Diese drei Länder haben zusammen nicht mal halb so viel Einwohner wie Deutschland, aber zusammen gleich neun Goldmedaillen und zusätzlich noch dreimal Silber und dreimal Bronze geholt. Was sagt denn die DLV-Führung dazu? Wohl eher nichts. Wie immer war wieder alles bestens.
Da kann man als Freund der Leichtathletik nur hoffen, dass sich in der neuen DLV-Struktur, die ja auf dem Verbandstag am 17.April.2021
in Sindelfingen beschlossen werden soll, auch Personen befinden, von denen man erwarten kann, dass sie diesen tollen Sport auch voranbringen.
Dass der schon vor Monaten zurückgetretene Vizepräsident der Wettkampforganisation, Frank O. Hamm, nicht mehr dabei ist, kann nur als gutes Zeichen gewertet werden.
Vielleicht gibt es dann ja sogar Fortschritte beim Kugelstoßen der Frauen und Männer (Drehstoß- statt Angleittechnik).
Dass hier die Verantwortlichen des DLV die Entwicklung total verschlafen haben, ist ja auch schon lange bekannt.

Mit freundlichen Grüßen
Dieter Krumm

Eine satirisch-süffisante Antwort von Sportfreund „Ironimus“

Die satirisch-süffisante Antwort von einem jener Sportfreunde vom selben Tag, dessen Namen wir nach Rücksprache mit ihm aus Gründen des Vertrauensschutzes für uns behalten. Gleichwohl wollen wir unseren geschätzten Lesern diese köstliche Schmonzette mit Wortwitz und Bildsprache nicht vorenthalten.

Guten Tag, lieber Dieter,

ich verstehe sehr wohl deine Sorgen um die Medaillenausbeute des DLV, doch ganz nachvollziehen kann ich diese Sorgen nicht.
Schau mal, der DLV, im Neudeutsch (heute ist ja der Tag der Muttersprache) hat seine Kürzel neu definiert = Deutscher Leuchtturm-Verband. Und dieser Definition ist der Verband nachgekommen.
Ein Leuchtturm hat auch die Aufgabe in Not geratenen Personen ein Richtwert zu sein, hat auch die Aufgabe unsicheren Personen eine Orientierung zu sein.
Und das hat der DLV in Thorn (frühere Name, da in wechselvoller Geschichte zeitweise unter deutscher Leitung; die Redaktion) ganz klar getan. Und dann kommt dem DLV noch eines zugute. Thorn ist die Geburtsstadt von Kopernikus. War es nicht dieser Kopernikus, der nachgewiesen hat, dass sich die Erde um die eigene Achse dreht? Tut das der DLV nicht auch?
Also, lieber Dieter, mach mal bitte halblang. Der DLV ist auf einem guten Weg, hat in dem Generaldirektor Cheik-Idriss Gonschinska sinnigerweise einen Scheich in seinen Reihen, der – wie die Bibel schon aufzeigt – gerne den Sternen folgt. Und du weißt doch: „Die Bibel hat immer recht!".
Also noch einmal: Gemach, gemach! Der Leuchtturm richtet alles – und die Sterne weisen den Weg dahin.

In diesem glücksbringenden Sinne ein herzliches Glückauf
Dein alter Spezi „Ironimus“

Besinnliche Gedanken eines fortgeschrittenen Werfers der M75

Kolumne

Moment mal


(Bonn/Krefeld, 27. Dezember 2020)
Da sehen wir einen jugendlichen Athleten, der die Kugel oder den Diskus weit von sich wirft. Sehr weit. Zu weit. Mal ehrlich: Wem von uns älteren Stoßern und Werfern (den Quatsch mit den Gender-Sternchen lassen wir mal weg) ist es dabei nicht schon widerfahren zu sagen oder denken: „Ja, früher habe ich auch…" Oder so ähnlich.
Manchmal kommt mir da der Roman von Oscar Wilde „The Picture of Dorian Gray" in den Sinn, in dem ein junger Mann nicht altern will, auf das Porträt, welches ihn in seiner vollen jugendlichen Schönheit zeigt, mit zunehmenden Jahren eifersüchtig wird und sich wünscht, dass es anstatt seiner altern möge. Die Geschichte endet tragisch und sollte zu denken geben.

Es geht nicht um Neid und Missgunst…

Natürlich gönnen wir dem oben erwähnten jungen Hünen im Ring seine Weite. Aber der gedankliche Reflex auf unsere damaligen Leistungen zeigt, dass seine Weite etwas mit uns macht. Gewiss nicht in Richtung auf Neid, Relativierung oder gar Abwertung. Nein, Altern hat, wenn vieles im Hinblick auf die Anzahl der noch verbleibenden Jahre richtig eingeordnet wird, einen gewichtigen Vorteil. Es kann zu der Einsicht führen, die Wisława Szymborska (1996 Nobelpreis für Literatur) einmal so formuliert hat: „Wer behauptet, der Tod sei allmächtig ist lebender Gegenbeweis davon. Es gibt kein Leben, das nicht wenigstens für einen Augenblick unsterblich wäre. Und der Tod kommt immer um diesen einen Augenblick zu spät."

…eher um einen Rückblick in Gelassenheit

Niemand, auch nicht der Tod oder die sich als Totengräber der Senioren-Leichtathletik verdingenden Koryphäen im DLV, kann uns Werfern also nehmen, worauf wir stolz sein dürfen. In der Spanne von Rückblick und Vorausschau wahrgenommen, hinterlässt der Vergleich nicht ein Gefühl von Verlust, eher lässt er uns gelassen werden. Gleich, wie weit Kugel oder Diskus des jungen Kerls, der davon nichts ahnt, fliegen.
Es sind eben besinnliche Zeiten!

Ex-Werfer Klaus Liedtke vollendet heute sein 80. Lebensjahr

(Lünen/Krefeld, 05. Januar 2021) Mit Klaus Liedtke (*05.Januar 1941; im Bild) aus Lünen vollendet ein weltweit äußerst erfolgreicher, aber auch mit dem Makel eines positiven Dopingbefundes beim DAMM-Endkampf am 11.September 2004 in Lübeck und einer zweijährigen Speere (2004 – 2006) behafteter ehemaliger Senioren-Werfer heute sein 80.Lebensjahr.
Der Westfale hält bis 1996 zurück aktuell noch fünf Weltrekorde: Kugel M55 (17,50m) und 60 (18,37m), Diskus M55 – 65 (64,58m, 66,36m, 59,75m). Da sich in der Außenwahrnehmung bis auf fünf weitere Jahreszahlen zumindest an seiner sportlichen Vita nichts verändert hat, verweisen wir bei Interesse auf die ausführliche, nachfolgend verlinkte Laudatio aus Anlass seines 75ten.

Laufender "Götterbote" Hermes manövriert sich selbst in eine Sackgasse

Glosse

Neben der Spur

(Jülich/Krefeld, 20. November 2020)
 Gemeinhin sollte niemand wichtiger genommen werden, als er ist. Doch das ist dermaßen dumm-dreist, dass wir es unseren getreuen Stammbesuchern nicht vorenthalten wollen. Beim ehemaligen DLV-Senioren(ver)sprecher und verkappten Verbandssprachrohr Alfred Hermes (im Bild) aus der einstigen Reaktorgemeinde Jülich im Rheinland nährt sich der heiße Verdacht, dass er ein paar Strahlen zu viel abbekommen haben könnte. Der Mittelstreckler hat sich gehörig verlaufen und auf seiner Schön-Wetter- und Langweiler-Netzseite (siehe Link), auf der er eine nicht vorhandene heile Leichtathletik-Welt abzubilden versucht, schnurstracks in eine Sackgasse oder Zwickmühle manövriert. Notgedrungen! Uns soll’s indes recht sein.

Eitelkeit und Selbstinszenierung auf die eigenen Füße gefallen

Denn seinen von ihm höchst unzureichend, nicht umfassend informierten Lesern, auch die als so genannter Media Manager der European Masters Athletics (EMA), hat er geflissentlich unterschlagen, dass es bei den zweigeteilten Senioren-Europameisterschaften auf Madeira im Straßen-, Berglauf und Gehen mit dem völlig überflüssigen Premieren- Anhängsel Trail (insgesamt lediglich 32 Teilnehmer/innen) zuhauf Verletzungen der AHA-Regeln (Abstand – Hygiene – Alltagsmaske) gegeben hat. Die von uns absolut zweifelsfrei in Schriftform und vor allem unbestechlichen Bildern dokumentiert worden sind. Dabei haben wir ihn selber dank seiner gütigen Mithilfe als Ignoranten und Maskenverweigerer entlarvt, indem wir das Foto verlinkt haben, auf dem er auf seinem ureigenen „Mitteilungsblatt“ (auch so’n Quatsch bei einem digitalen Medium) am Ort der Handlung in freier Wildbahn oben ohne posiert. Eitelkeit und Selbstinszenierung kann einem mitunter auch auf die Füße fallen.

Mit sybillinischer Verklausulierung Schwarzen Peter loszuwerden versucht  

Wiederholen wir es ein letztes Mal: Auf dem zu Portugal gehörenden Eiland gilt ohne jedes Wenn und Aber ab 01.August 2020 im Freien die Maskenpflicht. Peng und aus die Maus! Darauf wurde auf der Veranstalterseite unübersehbar in roter Schrift und dicken Lettern in einer „Important information“ (Wichtigen Information) ausdrücklich hingewiesen und unisono vom DLV an die deutschen Starter/innen. Einfaltspinsel Hermes versucht jedoch im genannten Beitrag mit einem plumpen Ablenkungsmanöver den Schwarzen Peter loszuwerden. Da heißt es sybillinisch mit eingeschobener nachträglichen Präzisierung: „
Zweifel am verantwortungsvollen Ablauf* und diffamierende Stimmen hörte man ausschließlich von daheim* Zurückgebliebenen." Immerhin hat er den Bumerang Minderbemittelten vermieden.

Hochmut kommt vor dem Fall

Doch wer, bitteschön, soll das sein? Wenn er nur ein bisschen Chuzpe und Rückgrat haben würde, nicht so ein elender Feigling wäre, hätte er Ross und Reiter genannt, wie wir es auch unverblümt oder bisweilen ein wenig geschönt, aber dennoch unmissverständlich, zu tun pflegen (siehe dieses Beispiel). LAMPIS kann er jedenfalls mit allen in dieselbe Kerbe schlagendem Gastautor Knut Reimann, dem aktuellen DLV-Seniorensprecher, seinem Nachfolger Heiko Wendorf, und mir nicht gemeint haben: Erstens haben wir uns ausnahmslos stringent an unumstößliche Fakten gehalten und zweitens hat Hermes gegenüber mir bekannten Dritten mehrfach schlankweg behauptet, er würde meine Internet-Spielwiese – sinngemäß – meiden wie der Teufel das Weihwasser. Drum merke: Hochmut kommt vor dem Fall!

Angeblich liest er LAMPIS nicht, weiß aber stets über alles Bescheid

Gleichwohl ist der Gott begnadete, vom Himmel gefallene
Götterbote" stets bestens im Bilde. Was nicht nur hieraus, sondern auch daraus hervorgeht, dass er oftmals Tage später zumindest thematisch hemmungslos bei uns abkupfert. Das ist freilich kein geistiger Diebstahl, da wir weder Geheimnisse verbreiten, noch mit der Erstverwertung Exklusivrechte an den Inhalten erworben haben. Ein Armutszeugnis ist es allemal und unterscheidet den Hobby-Schreiberling vom ehedem kugelstoßenden, berufsständisch organisierten Sportjournalisten mit über 50jähriger Erfahrung als Reporter bei Print, Online, Funk, Fernsehen und Co-Autoren mehrerer Fachbücher über die schnellste Mannschaftssportart der Welt (Eishockey). Basta!