Ein bisschen Zahlenarithmetik von der Senioren-DM 2014

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(Erfurt/Krefeld, 11. Juli 2014) Hoch lebe die Statistik. Oder: Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast. Das nachfolgende Zahlenwerk von den Deutschen Senioren-Meisterschaften in Erfurt  ist nicht gefälscht, sondern in mühseliger Kleinarbeit erstellt. Es bringt durchaus Bemerkenswertes zu Tage. Da wäre zunächst die für die Fraktion Stoß/Wurf – wieder einmal – höchst erfreuliche Erkenntnis, dass lediglich vier Disziplinen (männlich 358, weiblich 325 = 683) einen überproportionalen Anteil von 27,69 Prozent an den gesamten Starts (2.467) ausmachen. Beim friedlichen Wettstreit der Geschlechter liegen die Männer, die M 85 abgezogen, da diese Altersklasse bei den Frauen nicht ausgeschrieben wird (warum eigentlich nicht, wo doch ihr durchschnittliches Lebensalter höher ist) mit 334 zu 325 lediglich neun Meldungen vor. Aber herunter gebrochen auf Altersklassen und Disziplinen muss das vermeintlich stärkere gegen das gemeinhin schönere Geschlecht so manche Schlappe einstecken. Dazu schießt die W 50 für sich betrachtet durchgängig bei Kugel (12), Diskus, Hammer (je 17) und Speer (16) den Vogel ab, dazu logischerweise insgesamt bei der Quersumme (62) deutlich vor der M 75 (50). Die hat zudem in der internen Hitliste im Kugelstoßen (13) zusammen mit der M 55 sowie im Diskuswurf (17) gemeinsam mit der die M 50 die Nase vorn. Beim Hammerwurf (11) ist es die M 60, mit dem Speer (12) die M 70. Traditionell sind die Gesamtfelder in der M/W 35 (20/19) am dünnsten besetzt. Obwohl die Luft rein biologisch bedingt nach oben dünner wird, liegen sie sogar unter der M 80 und 85 mit je 24 in allen vier Wettbewerben. Abschließend noch die Bilanz nach Disziplinen, wobei gedanklich in Rechnung zu stellen ist, dass die W 85 schlicht und ergreifend fehlt: Kugel 91/81, Diskus 102/91, Hammer 80/72, Speer 85/81. Das lehrt uns so ganz nebenbei, dass der Diskuswurf in Summe dem Kugelstoßen den Rang abgelaufen hat. Das erste Mal, seit Lampis diese Zahlen erhebt.