Margit Jungmann begab sich in die "Niederungen" von Stoß/Wurf

(Erfurt/Krefeld, 16. Juli 2014) Dieses Foto wird nicht millionenfach um die Welt gehen wie ein „Selfie“ des nie die deutsche Nationalhymne mitsingenden Spaßvogels Lukas „Polen-Poldi“ Podolski mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Umkleidekabine des Fußball-Tempels Maracana in Rio de Janeiro (Brasilien). Doch wir fanden es bemerkenswert genug, um es unseren täglich im Durchschnitt 750 Besuchern (vielleicht schnellen die Zahlen jetzt nach oben) zu präsentieren, bevor es in einem digitalen Fotoalbum oder einem Poster in Lebensgröße (Dittmar misst 1,98 m) an der Wand eines Rehlinger Büros verschwindet und der Betrachtung einer etwas breiteren Öffentlichkeit für immer verborgen bleibt. Dem Vernehmen nach war unser aller Bundesausschuss-Margit (Jungmann) an einem Tisch sitzend im Gespräch vertieft, bis sie wie von der Tarantel gestochen aufsprang und den zufällig vorbei kommenden Kugelstoßer Andy Dittmar herzlich begrüßte. Unser gelegentlicher Gastautor Dieter Krumm vom LAC Quelle Fürth, die Kamera stets im Anschlag, war so geistesgegenwärtig, dieses epochale Ereignis bei einem gestellten "Posing" im Bild festzuhalten. Denn für gewöhnlich begibt sich die Dame aus dem Saarland (der Ort wurde schon genannt) nicht in die Niederungen von Stoß und Wurf herab. Aber bei einer Art „Localhero“ aus dem sehr nahen Gotha und objektiv gesehen herausragenden Athleten der dreitägigen Titelkämpfe im Erfurter Steigerwaldstadion kann frau ja mal eine Ausnahme machen. Schließlich macht es sich immer gut, im Glanze eines Asses ein paar Sonnenstrahlen abzubekommen.
Klarer Fall, dass wir uns die Jungmännin ein wenig näher auf dem Bild angesehen haben und geben diese Beobachtungen gerne für all jene weiter, die nicht mit Argusaugen hinschauen. Sie trug ein T-Shirt eines nichtdeutschen Verbandssponsors mit dem Bundesadler auf der Brust (Entschuldigung, so nennt sich das; die größere Oberweite hat dennoch Andy). Was uns ein wenig irritierte, dass sie eine Akkreditierung um den Hals baumeln hatte. So vornehm wird es kaum bei der Senioren-DM zugegangen sein, wo doch selbst der Eintritt für Jedermann/-frau frei war. Wahrscheinlich diente es dem besseren Wiedererkennungswert (längst nicht jede/r kennt sie) und war von einem früheren internationalen Anlass, wo sie ob ihrer Multi-Funktionalität wie 4711, das weltberühmte Kölnisch Wasser, was mehr aus Alkohol besteht, allgegenwärtig dabei zu sein pflegt.
Um jeglichen Missverständnissen vorzubeugen: Grundsätzlich freuen gerade wir uns als Internet-Portal und Interessenvertretung für Senioren-Werfer/innen über soviel Aufmerksamkeit einer ranghohen Amtsinhaberin, immerhin der Vizepräsidentin des Weltverbandes der Masters WMA. Doch mehr noch hätten wir uns ihre Präsenz im Vorjahr bei der DM in Mönchengladbach anlässlich der Gedenkminute für den  wenige Wochen zuvor verstorbenen ehemaligen Weltklasse-Diskuswerfer Lothar Pongratz (M 60) vom LC Paderborn gewünscht. Da entschwand sie kurz zuvor von der Diskuswurf-Anlage auf dem Nebenplatz hinter der Haupttribüne, der sie eine Stippvisite abgestattet hatte. Das ist nicht nur, aber auch durch den Chronisten dieser Zeilen als Zeit- und Augenzeuge verbrieft.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Beitrag ist für unser Fenster „Flurfunk“ gedacht. Da unsere Seite jedoch mit der Nachrichten-Spalte aufmacht und folglich stärker frequentiert wird, stellen wir ihn zunächst in diese Rubrik.