Gebt dem November-Blues und der Winter-Depression keine Chance!

Kolumne

Moment mal

(Krefeld, 02. November 2016)
 Nun haben wir ihn also seit gestern, den berühmt-berüchtigten „November-Blues“. Dabei handelt es sich keineswegs um eine auf den elften Monat des Jahres beschränkte Musik-Richtung. Vielmehr beschreibt er die Schwermut, Melancholie und Tristesse, die ihm unter anderem mit fünf „Feiertagen“ zum Totengedenken inne wohnen. Gewissermaßen der Auftakt zur Winter-Depression, der angeblich rund 20 Prozent der Bundesbürger jahreszeitbedingt anheimfallen würden. Wobei ich mich wundere, mit welch mehr oder weniger repräsentativen Hochrechnungen von irgendwelchen Umfragen solcherlei so relativ genau bestimmt wird. Meine Frau und mich hat niemand befragt. Und wir sind von Zehn ausgehend schon jede/r Zweite. So es zur Beruhigung beiträgt, würden wir beide dann allerdings zu jenen 80 Prozent gehören.
Es ist nicht auf meinen diesbezüglich laienhaften Humus gewachsen, dass jeder etwas wider den November-Blues und die Win
ter-Depression unternehmen kann. Mit der Materie vertraute, studierte Menschen geben allerlei schlaue Tipps dagegen. Ein probates Mittel ist, und da sind wir wieder bei unserer ureigenen Bestimmung, Sport zu treiben. Das tut Leibe und Seele immer gut, vermittelt auch noch hinterher ein länger anhaltendes Gefühl der inneren Befriedigung. Es muss nicht zwingend Leichtathletik sein. Wiewohl unsere überwiegende Klientel der Wettkampfsportler/innen ohnehin nicht in den Winterschlaf gehen, sondern nach einer Phase der aktiven Erholung spätestens in diesen Tagen ins Wintertraining einsteigen. Eine weitere Empfehlung von Sport- und Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse von der DSHS Köln, in der Mittagssonne, die auch unsichtbar hinter den Wolken da zu sein pflegt, für etwa 15 Minuten an Kopf und Händen Vitamin D zu tanken. Überhaupt sollte so häufig wie möglich das Tageslicht aufgesucht werden.
Obwohl ich als unverbesserlicher Optimist eh nicht zur Trübsal neige, noch mein persönlicher Tipp: Das Pantoffelkino mal nicht einzuschalten und den Kopf hinter ein Buch stecken. Hatten wir kürzlich schon mal zur Frankfurter Buchmesse, stimmt aber immer noch: Lesen unterhält und bildet zugleich. Es darf natürlich auch eine Zeitung oder Magazin sein. Dazu ein schöner Satz, den ich jüngst irgendwo aufgeschnappt habe: Journalismus ist Literatur als Schnellgericht.
Das wiederum beurteile nach diesem Beitrag der geneigte Leser.