Ein Trainingsaufenthalt mit Nachahmungspotenzial für andere

Kommentar

Nebenbei bemerkt

(Krefeld/Latsch, 22. April 2015)
Gut Ding will bekanntlich Weile haben. Insbesondere, wenn es noch ein pralles Leben neben der täglichen Anfütterung eines Internetportals gibt. Insofern hat es ein wenig länger als gedacht und gewollt gedauert, bis auch die letzte Messe in der journalistischen Aufarbeitung in Wort und Bild des einwöchigen Trainingsaufenthaltes in Latsch (Südtirol) gelesen war und nunmehr nachgelesen werden kann. All jenen, die womöglich beim Aufruf unseres Internetportals nicht über die unsere Netzseite aufmachende Nachrichtenspalte hinauskommen, seien die Fenster Flurfunk und Ergebnisse anempfohlen. Nicht nur, aber im genannten Zusammenhang gerade jetzt. Der jüngste und letzte Beitrag ist gewissermaßen noch druckfrisch, wurde vor wenigen Minuten unter Ergebnisse eingestellt.
Obwohl es mit dieser Maßnahme speziell um den Wurf ging und mithin für Werfer konzipiert war, mag sie durchaus als Anschauungsunterricht mit Nachahmungspotenzial für die Fraktionen Lauf und Sprung dienen, aber natürlich auch andere Werfer. Senioren/innen beklagen in Endlosschleife, dass für sie in dieser Hinsicht zu wenig bis gar nichts geboten wird. Stimmt auch, riecht allerdings verdächtig nach Theaterpublikum, das unterhalten werden, jedoch selber nichts zur stimmungsvollen Unterhaltung beitragen will. Womöglich sogar zu faul oder bequem ist, den Künstlern nach dem letzten Vorhang den verdienten Applaus zu spenden. Um wieder zur Senioren-Leichtathletik zurück zu kehren, muss schon irgendeiner die Initiative ergreifen und das Vorhaben mit beharrlicher, nimmermüder Konsequenz zum Ziel führen. Sonst wird’s nix.
Denn eines ist so sicher wie das Amen in der Kirche und eine Binsenweisheit dazu: wer sich auf andere (gar Verbände) verlässt, der ist verlassen. Das Beispiel der abgelichteten berühmten drei Affen passt prima zum DLV, zeigt indes auf, wie es besser nicht gemacht werden sollte.  

EMA stellt sukkzessive Allzeit-Bestenliste auf seiner Netzseite online

(Garbsen/Krefeld, 21. April 2015)  Die Idee eine Allzeit-Bestenliste der zehn besten europäischen Athleten/innen in den jeweiligen Disziplinen zu erstellen, bestand bereits seit 2004. Seinerzeit wurde ich vom niederländischen Statistiker Peters gebeten, ihm aus meinem umfangreichen Archiv Namen und Leistungen zur Verfügung zu stellen. Leider konnten diese übergebenen Daten danach nicht mehr komplett verwertet werden, da Herr Peters unterdessen verstarb. Nunmehr ist ein Neuanfang gemacht worden. Zunächst lief es ein wenig schwerfällig und mühselig an, ehe die richtige Strukturierung für ein derart umfassendes Gesamtwerk gefunden war. Dazu sind wir in der Aufführung des Datenmaterials auf einem recht aktuellen Stand, ist sogar der Europarekord im Hammerwurf  von Hermann Albrecht (M75) vom 11. April 2015 noch mit aufgenommen worden.
Es mussten zudem Tabellen mit alten und neuen Gewichten erstellt werden, da sonst viele alte wertvolle Leistungen verloren gegangen wären. Sollten bessere Resultate (nachweisbar) aufgefunden werden, bitte ich mir diese unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mitzuteilen.
Der noch schwierigere und aufwändigere Teil der Arbeit beginnt mit den Mehrkämpfen. Hier müssen Gewichte, die heute in verschiedenen Disziplinen nicht mehr aktuell sind, mit Faktoren umgerechnet werden. Aber wo ein Wille ist, da ist bekanntlich auch ein Weg. Nicht nur bei dem Mann mit dem verpflichtenden Namen aus Stendal in Sachsen-Anhalt.
Den vielen Freunden der Statistik wünsche ich viel Spaß beim Stöbern auf der EMA-Netzseite, in der Hoffnung, dass sie mit meiner sukkzessive fortgeführten Arbeit zufrieden sind. Da es sich um ein Online-Medium handelt, können etwaige Nachbesserungen (siehe oben) jederzeit vorgenommen werden.
Redaktionelle Anmerkung: Bernd Rehpenning, selber Werfer mit Schwerpunkt Diskus, ist der Schöpfer der seit 01. Mai 2010 international angewendeten und mittlerweile modifizierten Punktewertung "modelresults2010".

Klaus Albers steigerte elf Jahre alten deutschen Rekord im Gewichtwurf

(Bremerhaven/Latsch, 18. April 2015) Bereits früh in der noch nicht einmal richtig begonnenen Freiluftsaison sind die Werfer der fortgeschrittenen Semester in ausgesprochener Rekordlaune. Nach Hermann Albrecht (M75) von der Spvgg Gröningen-Satteldorf und Lothar Huchthausen (M80) von der LG Altmark sorgte nunmehr Klaus Albers (M75) von GTV Bremerhaven für den dritten Streich nach Athleten gerechnet. Häufig war „König“ Richard Rzehak (*1929) vom SC Preußen Erlangen der „Leidtragende“, dem die nationale Bestmarke abgejagt wurde. Auch diesmal.
Der 75-jährige ehemalige Junge von der Waterkant, immer noch fit wie der sprichwörtliche Turnschuh, verbesserte bei einem Werfertag seines Klubs den fast elf Jahre alten Rekord von Rzehak im Gewichtwurf der M75 (19,12m) um nahezu einen Meter auf 20,06 Meter.
Die gute Frühform von Albers, womöglich verwandt mit dem „Blonden Hans“ (Albers), lässt den Rückschluss zu, dass er in seiner eigentlichen Paradedisziplin Diskuswurf bei nächster Gelegenheit auch noch einen auspackt.
Allerdings hat hier die im Vorjahr von Roland Heiler (LAG Obere Murg) aufgestellte Bestweite mit 44,39m ein recht hohes Niveau.

"Freilaufende Hühner" verhinderten störungsfreien W-Lan-Empfang

(Krefeld/Latsch, 20. April 2015) Wer nicht gerade an den entferntesten Winkel der Welt reist, atmosphärisch gestört von einem kapitalen Funkloch über sich, der kann von überall aus auf die Segnungen des Internets zurückgreifen und damit arbeiten. Die im Zentrum auf 639 öHöHHöhenmetern gelegene Südtiroler Marktgemeinde Latsch (Nord-Italien) im wunderschönen, klimatisch verwöhnten Vinschgau gehört fraglos dazu. Gleichwohl erwies sich die von den Gästen, insbesondere der 16 überwiegend weiblichen Jugendlichen, wir nannten sie freilaufende Hühner, aus dem Sportinternat Neubrandenburg in den Sturm- und Drangzeiten sehr strapazierte W-Lan-Verbindung im herrlichen Hotel Tanja Sonnenhof bisweilen als ziemlich wackelig. Da schwoll mir - um im Bilde zu bleiben - altem Gockel bei der wonnevollen Tätigkeit im Dienst am Kunden Leser mitunter der Kamm.
Das war freilich nicht der einzige Grund, weshalb in der vergangenen Woche der Nachrichtenfluss nicht den gewohnten, mit Verlaub, hohen Standard zu erfüllen vermochte. Denn die Zweifaltigkeit von Berichterstatter und einem der acht Teilnehmer der sechstägigen Intensiv-Trainingsmaßnahme unter Alwin J.Wagner mit zwei Einheiten pro Tag unter einen Hut zu bekommen, war vom Faktor Zeit her ein schier unmögliches Unterfangen. Der gestrige Abreisetag für die 812 Kilometer Fahrt über zwei Pässe und diverse Autobahnen Richtung Heimat im geliehenen, ausgesprochen komfortablen VW Sharan 2,0 TDI Blue Motion mit fünf Westlern an Bord fiel zwangsläufig komplett aus.
Nunmehr geht es jedoch auf unserem Portal (zunächst) im gewohnten Rhythmus weiter. Am frühen Abend im Fenster "Flurfunk" mit einem Nachdreher vom erwähnten – zumindest für unsere Gruppe – epochalen Ereignis mit großem Nachahmungspotenzial. Durchaus auch für andere Senioren/innen aller Fakultäten.

"Verbandsoberschwester" in dienstlicher Mission am Canal Grande

(Venedig/Latsch, 17. April 2015) Genügen wir der Chronistenpflicht und lösen das auf, was uns gestern noch rätselhaft erschien. Die Mulit-Kulti-Funktionärin Margit Jungmann (Rehlingen) war nicht in geheimer, sondern dienstlicher Mission in der Stadt der Liebenden und Verliebten. Der italienische Leichtathletik-Verband mit dem Schauplatz Venedig an der Adria wird (oder soll) 2018 Austragungsort der Senioren-Weltmeisterschaften 2018 sein. Aus diesem kühnen Grunde waren Teile des WMA-Präsidiums mit Präsident Stan Perkins (Australien) und Jungmann als „Vize“ auf Erkundungstour zu was auch immer. Bekanntlich lässt sich über Geschmack trefflich streiten oder man lässt’s besser gleich bleiben. Ob ein solches Foto wie in der gestrigen Glosse von uns veröffentlicht über das Gesichtsbuch, bekannter unter Facebook, in die große weite Internetwelt gepostet werden muss, statt es etwas bescheidener auf die eh miserabel gepflegte Netzseite der WMA (fällt in die Zuständigkeit der „Verbandsoberschwester“) zu stellen, mag jede/r für sich entscheiden. Da wir uns nicht mit fremden Federn zu schmücken pflegen, sei nicht verschwiegen, dass wir Sportfotograf Hans-Peter Skala (Ratingen) den sachdienlichen Hinweis zu verdanken haben.