Marianne Maier ragte bei den Meran Open heraus

(Meran/Krefeld, 12. September 2014) Wie seinerzeit von uns angekündigt, fand am vergangenen Samstag/Sonntag das „Masters Meeting Meran Open“ auf dem Combi-Sportplatz des schmucken Südtiroler Ortes Meran statt. Herausragende Athletin aus dem recht übersichtlichen Feld der internationalen Teilnehmer/innen war die schon bei der Senioren-EM in Izmir erfolgreiche Österreicherin Marianne Maier (W 70). Die starke „Maierin“ heimste sowohl im Wurf (10,47 m mit der Kugel) als auch im Sprung (1,21 m hoch) die Ehrenpreise für die besten Tagesleistungen ein. Dazu mit gehörigem Punktevorsprung. Für Freunde der Statistik alle weiteren Details auf der Netzseite des Veranstalters und der kompletten Online-Ergebnisliste.

Sportsch(l)au: Nutzen größer als Kosten durch Sportverletzungen

(Köln/Krefeld, 11. September 2014) Es kursieren eine Menge Sportirrtümer, die so lange kolportiert und transportiert werden, dass sie irgendwann Mythenstatus erlangen, also für bare Münze genommen werden. Der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln, früherer Klasse-Sprinter beim einstmals ruhmreichen ASV Köln, nimmt sich derartiger Vorurteile im WDR2-Hörfunk und ARD-Morgenmagazin unter der Rubrik „Sportsch(l)au“ an. Mit seiner freundlichen Genehmigung werden wir in loser Folge diese Beiträge veröffentlichen, wobei wir aus Platzgründen gelegentlich den Sinn wahrende Kürzungen vornehmen. Das ist nunmehr das 56. Kapitel zu diesem Themenkomplex. A.H.
Sport ist gesund? Von wegen! Das Vergnügen hat seine klare Kehrseite: die Sportverletzungen. In Deutschland ereignen sich jährlich 1,5 bis 2 Millionen Verletzungen im Breitensport. Davon verletzen sich 1,25 Millionen so schwer, dass sie sogar ärztlich versorgt werden müssen. Das sind mehr als fünf Prozent aller Sporttreibenden hier zu Lande. Dabei passieren 53 Prozent (cirka 665.000) der Unfälle beim Vereinssport und 47 Prozent (etwa 585.000) beim selbst organisierten Freizeit- und Fitness-Sport. Die Liste der meisten Verletzungen (ein Drittel) führt natürlich Fußball an, gefolgt von Skifahren und Inlineskaten. Aber auch bei vermeintlich harmlosen Ausdauersportarten wie beim Joggen und Walken kommt es zu Unfällen. Die häufigsten Verletzungen treten im Bereich der Sprunggelenke (27 Prozent), der Kniegelenke (18 Prozent) und am Kopf (13 Prozent) auf. Und dann will noch jemand sagen, Sport wäre gesund? Niemals!
Dennoch wird der gesundheitliche Nutzen von Sport längst nicht mehr in Frage gestellt. Besonders im Bereich der zunehmenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird immer deutlicher, dass Sport eine wichtige Maßnahme ist, um derartigen Erkrankungen vorzubeugen. Bewegungsmuffel sind erwiesenermaßen viel stärker den so genannten Zivilisationserkrankungen ausgesetzt wie Diabetes Typ II, Adipositas (Fettleibigkeit), Arteriosklerose, Bluthochdruck und einige mehr. Die Risiken solcher Krankheitsbilder lassen sich durch regelmäßige Bewegung erheblich einschränken. Dazu bewirken Bewegung und Sport eine Verbesserung des Wohlbefindens. Sportlich aktive Menschen können, was das biologische Alter angeht, zehn bis 20 Jahre jünger sein als gleichaltrige Stubenhocker.
Fazit: Sport lässt durch seine Unfallbilanz Kosten von etwa 1,65 Milliarden Euro für das Gesundheitssystem entstehen. Das sind jedoch lediglich 0,8 Prozent der Gesamtkosten. Der Anteil der Einsparung durch Vermeidung von Erkrankungen jener über 94 Prozent unfallfreien Sportler ist wesentlich höher zu veranschlagen. Gleichwohl sollte alles erdenklich getan werden, um das Unfallrisiko zu minimieren.

Cup-Wertung und der andere Humbug erwiesen sich als Farce

Kommentar

Unter uns gesagt

(Fürth/Essen/Krefeld, 09. September 2014)
Ohne bereits alles recherchiert zu haben, ein kurzer Abriss aus meiner Sicht bezüglich der Cup-Wertung plus "Nebengeräuschen". Das M-60-Team der LAC Quelle Fürth hätte zwar auch nach dem herkömmlichen Modus gewonnen, Hünxe wäre jedoch auf Platz drei statt vier gelandet. Neben allen schon geäußerten Vorbehalten kann offenbar längst nicht alles ersonnen werden, dass durch die Praxis nicht noch übertroffen würde. Es ist doch ein ausgemachter Schwachsinn, dass vor der abschließenden Sprintstaffel beispielsweise die Deutschen Meister in der W50 und M60 bereits unumstößlich feststehen. So hätten wir, eben Fürth, auch rückwärts laufen, die Wechselmarke überschreiten oder das Holz verlieren können (wie vor zwei Jahren an gleicher Stelle).
Niemand hätte uns mehr vom ersten Rang verdrängen können, da wir mit einem glücklich gesetzten Joker schon vor der Staffel 17 Punkte Vorsprung hatten. Also hätten unsere beiden Staffeln gar nicht laufen müssen und sich das Geschehen entspannt von der Tribüne aus anschauen können. Es darf einfach nicht sein, dass vor dem letzten Wettbewerb der Sieger schon die Sektkorken knallen lassen kann. Gerade die Staffeln mit all ihren schon angeschnittenen Unabwägbarkeiten boten einen großen Spannungsbogen, mischten das Ergebnis bis dahin häufig noch einmal gehörig durcheinander.
Das habe ich auch vor Ort den anwesenden DLV-Vertretern gesagt. Leider hatte der Erfinder dieses  ganzen Unsinns nicht die Courage sich den Senioren in Essen zu stellen. Diese Cup-Wertung und der ganze andere Humbug dazu gehören schleunigst in die Abfalltonne, haben sich erwartungsgemäß eindeutig als Farce erwiesen. Derweil sollte sich der „Chef-Konstrukteur“ einmal überlegen, ob er noch tragbar für den DLV ist.
Wer solch Unausgegorenes einführt, hat vom originären Gedanken von Mannschaftsmeisterschaften keinen blasser Schimmer.

Team-DM: Kleiner Anschauungsunterricht aus den Niederlanden

(Bad Bentheim/Krefeld, 10. September 2014) Bekanntlich muss das Eisen geschmiedet werden, solange es noch glühend heiß zu sein pflegt. Da sich sonst eh kein anderer gemüßigt fühlt, legen wir als Interessenvertretung nicht nur für Senioren-Werfer/innen zum Thema Team-DM Senioren (ehedem DAMM) noch ein weiteres Mal nach. Dazu machen sich offenbar sehr viel Athleten Gedanken. Selbst solche, die nicht das – momentan noch zweifelhafte – Vergnügen haben, einer (deutschen) Mannschaft anzugehören. Einer davon ist Siegbert Gnoth (*1940; im Bild) vom TuS Gildehaus im niedersächsischen Bad Bentheim: Ein sehr starker Speerwerfer, Hoch- und Stabhochspringer der M70. Seinen Vorschlag stellen wir gerne zur Diskussion und geben ihn im Original-Wortlaut nachfolgend wieder:
„V
ielleicht sollten die Verantwortlichen des DLV einmal über den nationalen Tellerrand in Richtung Niederlande schauen. Dort werden seit einigen Jahren äußerst interessante Team-Meisterschaften durchgeführt werden. In einer Mannschaft treten Athleten der Altersklassen M35 bis M?? gemeinsam an, wobei die Leistungen nach der WMA-Punktetabelle bewertet werden. Das bedeutet zum Beispiel, dass ein 70-jähriger Athlet für seine 35 Meter im Speerwerfen mehr Punkte einheimst als ein M35-Athlet für seine 53 Meter Die niederländischen Team-Masters werden in drei Wettkämpfen ermittelt. Von den in diesem Jahr 52 teilnehmenden Vereinen qualifizierten sich in zwei Vorkämpfen die zwölf besten Mannschaften für das Finale. Das Wettkampf-Programm (100, 400, 800, 1500, 5000 m Weit, Hoch, Kugel, Diskus, Speer, Schwedenstaffel) ist durch diese Altersvielfalt wesentlich umfangreicher als in Deutschland und auf Grund der Korrekturtabellen auch für die älteren Semester attraktiv. Nachzulesen unter www.Atletiekunie.nl und den weiteren Fenstern Masters – Competitie – Uitslagen.“
Soweit die Theorie. Einer der praktische Erfahrungen einbringen kann ist als gebürtiger Niederländer Lampis-Gründervater Peter Holthuijsen, der in seiner einstigen Heimat derzeit für Swift Atletiek Roermond startet. „Dieser Wettbewerb erfreut sich großer Beliebtheit, stellt eines der Glanzlichter im Jahreskalender dar“, bestätigt der 52-jährige Wahl-Niederrheiner aus Erkelenz. „Den Reiz macht auch das Gemeinschaftserlebnis in einer klassenübergreifenden Mannschaft aus.“ Aber auch Gnoth selber, der ein Zweitstartrecht für den AC Tion Enschede/NL besitzt und im Finale der Team-Masters 2014 Vizemeister wurde, weiß, worüber er argumentiert.
Und da wir in einem vereinigten Europa leben, ist es durchaus legitim von unseren geschätzten Nachbarn Bewährtes zu übernehmen. Schließlich importieren, exportieren natürlich auch,wir von und nach den Niederlanden.

Wurf-Allrounder Klaus Kynast vollendet 65. Lebensjahr

(Hagen/Krefeld, 08. September 2014) Er ist fraglos aktuell einer der komplettesten Senioren-Werfer in Deutschland. In vier Disziplinen des Wurf-Fünfkampfes verfügt er über eine bemerkenswerte Ausgeglichenheit. Wie bei den wenigen der wirklichen Mehrkämpfer mit Hammer, Kugel, Diskus, Speer und Gewichtwurf hat er eine Gemeinsamkeit – den Ausreißer nach unten mit dem Speer. Die leichten nach oben bei den sehr stark artverwandten Geräten mit Draht und Kette. Das prädestiniert ihn in dem enorm hammerwurflastigen Vielseitigkeitswettbewerb (jene 40 Prozent machen nach unseren Erhebungen oftmals 50 und mehr Prozent der erreichten Gesamtpunktzahl aus), dass er hier zu Lande in seiner Altersklasse nur schwer zu schlagen ist. Den Titel in der M60 wird er allerdings bei der DM am 27./28.September 2014 in Baunatal nicht verteidigen können. Das hat einen ganz einfachen biologisch bedingten Grund: Der für den ASC 09 Dortmund startende Klaus Kynast aus Hagen in Westfalen vollendet nämlich heute sein 65. Lebensjahr.
Einstmals war damit ein neuer Lebensabschnitt verbunden: der des Rentners oder – bei Beamten – Pensionärs. K.K. aus H. konnte allerdings als Vorruheständler schon ein bisschen üben, fällt also nicht in ein imaginäres Loch. Ohnehin bei Menschen mit einem zeitintensiven Hobby eher eine Seltenheit. Zumal Klaus bekennender Vielstarter ist, getreu der Devise „Wettkampf ist immer noch das beste Training“. Dabei kommt ihm sicherlich zu Gute, dass er nach eigenem Bekunden so gut wie kein Krafttraining in seinem Programm hat. Verbürgen können wir uns dafür freilich nicht.
Bleibt uns an dieser Stelle noch, unserem langjährigen Mitglied einen zauberhaften (Geburts-)Tag und alles Gute für das neue Lebensjahr zu wünschen!