Phil Raschker trat zu ihren ersten beiden Wettbewerben nicht an

(Tampere/Krefeld, 03. Juli 2022; 20:30 Uhr) Ja, das ist halt die Krux bei großen Ankündigungen, die dann doch, aus welchen Gründen auch immer, nicht realisiert werden. Das achtteilige Comeback von Phil Raschker (*1947) bei den Masters-Weltmeisterschaften im finnischen Tampere in der für die Deutsch-Amerikanerin neuen Altersklasse W75 ist zumindest für den heutigen Auftakt geplatzt. Die 75-Jährige ist vor Ort, wurde auch heute Vormittag beim Physiotherapeuten gesehen, trat allerdings über 200 Meter und im Stabhochsprung nicht an. Nun wollten wir natürlich liebend gerne zur Information unserer neugierig gemachten Leser erfahren, weshalb nicht? Aus der Ferne vom linken Niederrhein aus der Stadt wie Samt und Seide logischerweise nicht zu klären. Also schalteten wir unseren finnischen Korrespondenten Hannu Koivunen ein. Der konnte allerdings auf die Schnelle auch nicht zaubern und weiterhelfen. Ob sich diese Hängepartie noch auflöst, bleibt abzuwarten. Morgen ist erst mal Ruhetag am WM-Schauplatz, steht die Generalversammlung des Welt-Seniorenverbandes World Masters Athletics (WMA) auf der Agenda.

WMA-Präsidentin Margit Jungmann bleibt mindestens bis 2024 im Amt

Insbesondere aus eingeschränkter deutscher Sicht haben wir in diesem Zusammenhang eine interessante Personalie. Bei früherer Gelegenheit haben wir erwähnt, dass die Amtszeit von WMA-Präsidentin Margit Jungmann (*25.05.1956; im Bild) aus Rehlingen mit diesen globalen Titelkämpfen enden würde. Da sind wir offensichtlich einer „Fake News“ frei nach Donald „Duck“ Trump aufgesessen. Wie die 66-jährige
Saarperle" dem Verfasser dieses Beitrages in einer E-Mail mitteilte, steht ihre Position erst in zwei Jahren bei den nächsten Stadion-Weltmeisterschaften in Göteborg (Schweden) zur Disposition. Trifft sich gut, denn nach einem Schlager von Udo Jürgens, Gott hab‘ in selig, fängt das Leben ja angeblich eh erst mit 66 Jahren an.

Titelverteidiger Ralf Mordhorst vom Olympia-Dritten Frantz Kruger entthront

Aber wir haben beim unseligen Wühlen durch die unübersichtlichen Ergebnislisten bei diesem insgesamt erbärmlichen Internet-Auftritt noch etwas Aktuelleres vom heutigen Diskuswurf der M45 beizutragen, der um 18 Uhr mit lediglich 13 Teilnehmern aufgenommen wurde. Vorab zur Historie der beiden im Mittelpunkt stehenden Giganten von einst und jetzt: Einerseits Lokalmatador Frantz Kruger (*22.05.1975 in Kempton Park) aus Südafrika, nach zwischenzeitlicher Ehe mit der Finnin Heli Koivula seit 2007 für das Gastgeberland startberechtigt, persönliche Bestleistung 70,32m, Meldeleistung 59,61m, mit 68,19m Olympia-Dritter von 2000 in Sydney hinter dem Litauer Virgilijus Alekna (69,30m) und Lars Riedel (68,50m). Dazu der zwei Jahre ältere, im letzten Jahr dieser Altersklasse angehörende Titelverteidiger Ralf Mordhorst (*11.05.1973; im Bild) vom LAC Lübeck, der im September 2018 in Malaga bei seinerzeit 25 (!) Startenden mit 50,47m gewann, persönliche Bestleistung 61,46m aus 2003, Meldeleistung 51,35m. Obwohl stets auf dem Platz entschieden wird, folglich von den Voraussetzungen ein ungleiches Duell. Das war es dann auch, wie das Nordlicht in kleiner Runde anlässlich des Kugelstoß-Einladungswettkampfes von Senioren-Sprecher Heiko Wendorf am 28. Mai in Neustädt (Thüringen) richtig gemutmaßt hatte. Kruger setzte sich ziemlich genau papierformgemäß mit 55,54 zu 48,36m gegen den fortgeschrittenen „Jong von der Waterkant“ durch (siehe Ergebnisliste).
Noch ein Hinweis zu unserer diesmal bewusst abgespeckten WM-Berichterstattung: Erst nach Abschluss der Titelkämpfe und dem Vorliegen der gesamten Resultate in hoffentlich chronologischer Reihenfolge werden wir ausführlicher von Stoß und Wurf berichten.