David Storl: Windeln wechseln statt bei der EM auf Medaillenjagd

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(Markkleeburg/Torun/Krefeld, 27. Februar 2021) Wenn nicht wir, wer sonst? Eine überflüssige, rein rhetorische Frage! Da nicht jede/r die (a-)sozialen Medien von oben nach unten durchforstet, füllen wir also die Informationslücke, die der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) auf seiner Internet-Spielwiese hinterlassen hat. Denn einer fehlt „beim Kurkonzert“ in dem wie ein Heißluftballon aufgeblasenen Aufgebot von je 25 Männern und Frauen für die Hallen-Europameisterschaften vom 04. bis 07.März 2021 im polnischen Torun (jede Wette, dass Aufwand und Ertrag mal wieder im krassen Missverhältnis stehen werden!). Nicht irgendwer, sondern der einstige Kugelstoß-Doppelweltmeister und vierfache Europameister David Storl (*1990) vom SC DHfK Leipzig. Der Jung-Senior wies zuletzt als Titelträger bei der DM unterm Hallendach in Dortmund aufsteigende Form nach und schob sich mit 20,83m an die sechste Position der aktuellen europäischen Jahresbestenliste. Und da nicht nur beim Fußball „auf’m Platz“ abgerechnet wird, durfte sich der in Markkleeburg wohnhafte Sachse bei entsprechender Tagesverfassung zumindest leise Hoffnungen auf eine Medaille machen.

„shotputdevil“ ein treusorgender Ehemann

Als „shotputdevil“ (Kugelstoßteufel) schrieb der frischgebackene Papa von Söhnchen Karlo – verkürzt wiedergegeben – auf seinem Instagram-Konto: „My indoor season is over and I have time to recover now“ (Meine Hallensaison ist vorbei und ich habe jetzt Zeit, mich zu erholen). Das entspricht freilich nicht seinen ursprünglichen Plänen, die er zuvor dort „postete“ und wieder löschte. Doch wie wir einmal mehr auf dem gemeinhin verlässlichen Obergefreiten-Dienstweg erfahren haben, ist für den treusorgenden Ehemann und Vater Windel wechseln sowie Sonstiges im Hause Storl angesagt. Da seine Frau Marie ein schwere Schwangerschaft hatte und weiterhin unter den „Nachwehen“ leidet, wollte der immerwährende „Storli“ sie nicht mit einem zehntägigen Vorbereitungslehrgang in Kienbaum plus des Aufenthalts in Torun mutterseelenallein mit drei Kindern daheim lassen.

Virtuelle und ideelle Goldmedaille für den „Papa des Monats“

Das ist uns in Geschäftsführung ohne Auftrag der großen Werfer-Familie eine virtuelle und ideelle Goldmedaille für den „Papa des Monats“ wert. Dazu Respekt und Anerkennung vom diesen Beitrag verfassenden Großvater der 20-jährigen Enkelin Antonia. Vater bin ich demzufolge auch. Vera heißt meine Tochter und hat im auch für mich historienträchtigen Jahr 1967 noch drei Monate vor Boris Becker (*22.11.1967) das elektrische Licht des Kreißsaales erblickt. Allerdings nicht im badischen Leimen, sondern in Krefeld, der Stadt wie Samt und Seide am linken Niederrhein.    
Sei über Familiengeschichten hinaus der Chronistenpflicht halber aus unserem originären Bereich noch erwähnt, dass beim Kugelstoßen der Frauen das Dreigestirn Sara Gambetta (SV Halle), Christina Schwanitz und Katharina Maisch (beide LV 90 Erzgebirge) vor allem sich selber sowie die schwarz-rot-goldenen deutschen Farben vertreten wird. Kultur- und sprachverleugnend leider mit „Germany“ auf der Sportbekleidung.