Posthum widmete SPORT1 Ferdinand Schladen eine große Story

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(München/Bonn/Krefeld, 11. April 2021) Aufgrund einer zwangsläufig anonymisierten Analyse der Aufrufzahlen unseres „Webhosters“ IONOS by 1 & 1 liegt es in der Natur der Sache, dass uns die vielen täglichen Besucher jenseits der 1.000er-Marke weder von Namen, noch weniger von Person bekannt sind. Umso überraschter bin ich als Netzbetreiber und Autor bisweilen bei irgendwelchen Rückmeldungen auf bestimmte Beiträge, wo wir mit unserem bescheidenen, indes enthusiastischen Nischenengagement überall wahrgenommen werden.
Konkretes jüngstes Beispiel: Johannes Fischer hatte als Online-Redakteur des Spartensenders SPORT1 mit Sitz in München bei uns den noch am Todestag erschienenen Nachruf und den Link zur Geburtstags-Laudatio über den verstorbenen einstigen Weltklasse-Kugelstoßer Ferdinand „Fred“ Schladen (*24.05.1939, †29.03.2021) aus Bonn gelesen. Fischer fand, wie er mir zunächst per WhatsApp schrieb und später bei einem Telefonat erzählte, die Lebensgeschichte dermaßen spannend, dass sie ihn zu einer großen Story für das Online-Medium seines Dienstherrn inspirierte.

Titelzeile: „Der Star, der keiner sein durfte“

Dafür benötigte er, damit sie auch seine Handschrift trug und kein Abklatsch mit eigenen Worten würde, noch mehr Hintergrund-Informationen über den Sportler und Menschen Ferdinand Schladen. Obwohl ich als ehemaliger, nur unwesentlich jüngerer Kugelstoßer der zweiten Reihe Fred bereits seit 1967 kannte, unsere Wege sich bei Wettkämpfen im westdeutschen Raum bis hin zu den Deutschen Meisterschaften 1972 in München als Testveranstaltung für die Olympischen Spiele und danach immer wieder kreuzten, wir untereinander bis kurz vor seinem Tod auch privaten Kontakt pflegten, ich sogar die Freude und Ehre hatte zusammen mit meiner Frau Elke zu seinem „Achtzigsten“ vor rund zwei Jahren eingeladen gewesen zu sein, gab es jedoch einen der noch näher an ihm dran war: Nämlich sein langjähriger Klubkamerad, Freund und Arzt Dr.Wolfgang Knüll (*1946) aus Rösrath. Also stellte ich auch im wörtlichen Sinne die Verbindung zwischen Fischer und Knüll her, die ein ausführliches, tiefschürfendes Telefongespräch führten. Herausgekommen ist dabei der verlinkte, reichlich bebilderte Beitrag mit der ebenso treffenden wie beziehungsreichen Titelzeile „Der Star, der keiner sein durfte“.

Ein lesens- und empfehlenswerter kurzweiliger Artikel
 
Nicht nur für die Fraktion Stoß/Wurf ein lesens- und empfehlenswerter Artikel von kurzweiligen acht Minuten Dauer. Da Diplomatie eh nicht mein Ding ist und ich mein Herz auf der Zunge zu tragen pflege (Stammbesuchern von LAMPIS geläufig), handelt es sich als ehedem kugelstoßender Sportjournalist keineswegs um eine kollegiale wohlfeile Lobeshymne.
Kurzum: Lesen und zur eigenen An-/Einsicht gelangen. Höchst bedauerlich allerdings, dass es dem Hauptdarsteller verwehrt bleibt. „Wirklich schade, dass ich ihn nicht persönlich kennen lernen durfte“, schrieb mir Fischer. „Diese Geschichte hätte man natürlich genauso zu seinen Lebzeiten veröffentlichen können.“
Bleibt die romantische und zugleich tröstende Vorstellung, dass Fred  in seiner verschmitzten, positiv spitzbübischen Art wohlwollend aus dem Himmel darauf und zu uns allen, die ihn sehr gemocht und geschätzt haben, herabblickt.